Marina & The Diamonds - Froot - Cover
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Marina & The Diamonds Froot


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
8.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Zu viel blanker Durchschnitt, zu wenig Wiedererkennungswert und nur drei, vier kleinere Highlights. Das ist zu wenig!

Ein vielversprechendes Debüt („The Family Jewels”, 05/2010) und ein verwachstes, etwas überambitioniertes Nachfolgewerk („Electra Heart“, 05/2012) sind die Ausbeute des ersten Karriereabschnitts von Marina Lambrini Diamandis (29) alias Marina & The Diamonds. Danach folgte eine fast dreijährige Plattenpause, ehe nun mit „Froot“ der nächste Schritt gemacht werden soll, der in der Presse-Info dramatisch als „Wiedergeburt, Selbstläuterung, Weiterentwicklung und Neuerfindung“ angekündigt wird.

Dazu wurden erst einmal die Heerscharen externer Songschreiber und Produzenten aus dem Dorf gejagt, die „Electra Heart“ zu einem knallbunten Irgendwas verwässerten. Diesmal wollte Marina & The Diamonds so viel wie möglich in Eigenregie übernehmen und vertraute dabei auf die Hilfe des Produzenten David Kosten (Bat For Lashes, Everything Everything, Natalie Imbruglia) und einiger ausgewählter Studiomusiker, die live im Studio spielten und damit für einen nicht mehr so synthetischen Charakter wie auf „Electra Heart“ sorgten. Dass auf „Froot“ dennoch der eine oder andere platte Dance-Song zu finden ist, ist deshalb umso tragischer.

Denn Marina & The Diamonds zeigt auch auf diesem Album, dass sie im Prinzip weiß wie es geht und zaubert dazu schöne Songs wie „Happy“ als stilistisch überraschenden Opener und frühes Highlight aus dem Hut. Daran schließen weitere bemerkenswerte Titel wie „I’m a ruin“, „Forget“ oder auch „Weeds“ an. Doch leider werden diese Glanzpunkte immer wieder von Ausfällen wie „Froot“, „Gold“ und „Solitaire“ auf den Boden der Realität zurückgeholt. Dann klingt das vorliegende Werk wie ein x-beliebiges Album von der Stange, von dem jede Woche mehrere Dutzend auf den Markt kommen und für das niemand den Hintern vom Sofa hochbekommt.

Diese Rahmenbedingungen machen es für „Froot“ sehr schwer, auf ganzer Linie zu überzeugen. Zu viel blanker Durchschnitt, zu wenig Wiedererkennungswert und nur drei, vier kleinere Highlights. Dafür kann leider kein Blumentopf verliehen werden.

Anspieltipps:

  • Happy
  • Weeds
  • Forget
  • I’m a ruin
  • Better than that
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  • 2018    
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