The Answer - Raise A Little Hell - Cover
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The Answer Raise A Little Hell


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 51 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Bluesrocker The Answer zeigen auf ihrem neuen Album erneut ihre Klasse und verwerten nicht nur altbekannte Formeln.

Die Nordiren von The Answer sind einem größeren Publikum durch ihre Beteiligung als Support für AC/DC während der Black-Ice-Tour bekannt geworden und bieten auf ihrem neuesten Album „Raise A Little Hell“, das zweite bei Napalm Records, erneut einen stilsicheren und gefälligen Mix aus AC/DC und Whitesnake sowie einer gehörigen Prise Bluesrock. Der Opener „Long Live The Renegades“ schlägt auch direkt in diese Kerbe und zeigt die sympathischen Nordiren mit AC/DC-Groove und Riffing, gepaart mit an die großen Meister des Hardrock erinnernden Vocals eines Robert Plant oder David Coverdale, von ihrer rockenden Seite.

Das textlich sehr persönliche „The Other Side“ wurde nach dem Tode der Väter von Sänger Cormac Neeson und Gitarrist Paul Mahon als Gruß nach oben geschrieben. Der Song ist geradezu prädestiniert für modernes Rockradio und klingt wie eine etwas poppigere Variante der frühen Black Crowes, während The Answer in „Aristocrat“ klarstellen, dass sie auch vor modernen Einflüssen nicht zurückschrecken. Jedoch schlägt die Blues-Harp im Mittelteil wieder eine Brücke zur Vergangenheit. So sollten Whitesnake heute klingen.

Im weiteren Verlauf folgen einige Midtempo-Rocker mit Mitsingrefrains („Cigarettes & Regret“, „Last Days Of Summer“), die hier und da den Einfluss ihrer australischen Gönner aufweisen (siehe „I Am What I Am“), aber nie so weit in die AC/DC-Kiste greifen, wie bei den Kollegen von Airbourne üblich. Die Ballade „Strange Kinda Nothing“ hätte durchaus die Chance im (Pop-)Radio zu laufen, während „Red“, „I Am Cured“ sowie der Titelsong Heavy-Blues vom Feinsten mit hohem Wiedererkennungswert bieten. Dabei ist die Reibeisenstimme von Neeson ein zentraler Punkt, der einen großen Teil der Klasse der Band ausmacht. Doch auch der Rest der Truppe zeigt sich als Könner an ihren Instrumenten und unterstreicht, dass sie nur das machen, was ihnen Spaß bereitet. Trotzdem verliert sich Gitarrist Paul Mahon nicht in endlosem Sologeschredder, sondern zeigt sein Gespür für feine Melodien und coole Licks im Stile von Slash oder Gary Moore.

Fazit: Ein überaus gelungenes Album, was The Answer hoffentlich viele neue Fans und einige Schritte auf der Karriereleiter nach oben bringen wird.

Anspieltipps:

  • Long Live The Renegades
  • Aristocrat
  • Last Days O Summer
  • Whiplash
  • I Am What I Am
  • I Am Cured

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