The Veronicas - The Veronicas - Cover
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The Veronicas The Veronicas


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Solide Pop-Ware aus Australien von den Origliasso-Zwillingen.

Die Zwillinge Jessica und Lisa Origliasso aus Brisbane, Australien, legten mit ihren beiden Alben „The Secret Life Of The Veronicas“ (10/2005) und „Hook Me Up“ (11/2007) einen vielversprechenden Karrierestart hin, der sich nicht nur auf ihre Heimat beschränkte. Mit dem Pop-Rock-Sound ihres Debüts passten die damaligen Twentysomethings hervorragend in die Musikszene, in der Avril Lavigne seit einiger Zeit den Ton angab. Auf ihrem zweiten Longplayer veränderten die Schwestern ihren Sound in Richtung Dance-Pop, was zumindest aus kommerzieller Sicht und dank des aufkeimenden Lady-Gaga-Hypes nicht schadete. Doch dann war plötzlich der Ofen aus.

Nach dem Ende ihrer ausgedehnten 2009er Welttournee begannen im Dezember desselben Jahres so langsam die Arbeiten am dritten Studioalbum der Veronicas, das in der Folgezeit mehrfach verschoben und umbenannt wurde. Der gesamte Prozess zog sich ewig hin, bis The Veronicas im Oktober 2013 die Trennung von ihrem Label Sire Records (Warner) bekanntgaben und ein halbes Jahr später bei Sony Music unterschrieben. In Australien wurde das selbstbetitelte Drittwerk schlussendlich im November 2014 auf den Markt gebracht und erreichte wie schon seine Vorgänger den zweiten Platz der Charts. Nach sieben Jahren ohne neues Album eine beachtliche Rückkehr des inzwischen 30 Jahre alten Schwesternpaars.

Da die Veronicas-Alben in Deutschland traditionell mit einigem Zeitversatz erscheinen, ist auch „The Veronicas“ erst jetzt offiziell bei uns erhältlich. Das Album beginnt recht überraschend mit einem drückenden Bluesrocker im Elektro-Gewand („Sanctified“), der den Hörer auf eine völlig falsche Fährte lockt. Denn die Veronicas haben die Dance-Affinität von „Hook Me Up“ noch nicht ganz abgelegt und testen, ob der Markt weitere Songs im Stile einer Lady Gaga („Did you miss me“) oder Katy Perry („Cruel“, „Teenage millionaire“, „Cold“) vertragen kann. Grundsätzlich konzentrieren sich die beiden Schwestern auf ihrem dritten Album aber auf radiotaugliche Popmusik, die sie in Form von Balladen („You ruin me“, „Let me out“) und leicht zugänglichen Up-Tempo-Stücken äußerst professionell auf Band gebracht haben („More like me“).

Hier zeigt sich, dass die Origliasso-Sisters auch als Auftragssongwriterinnen arbeiten und sich Trends anpassen können. Und so klingt ihr aktuelles Album durch und durch rund und zeitgemäß, ohne mit großen Sensationen aufzuwarten. Klare Ausfälle wie auf „Hook Me Up“ wurden allerdings auch ausgemerzt, sodass am Ende solide Pop-Ware auf den geneigten Käufer wartet.

Anspieltipps:

  • Mad love
  • Line of fire
  • You ruin me
  • Born Bob Dylan
  • Teenage millionaire
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