Hard Resistance - 1994 Retrospective 2014 - Cover
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Hard Resistance 1994 Retrospective 2014


  • Label: Strength Records/CARGO
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

20 Years of Fun, Chaos and Friendship.

Bei der Band Hard Resistance handelt es sich um eine Hardcore-Metal-Combo, die sich im Jahr 1994 im belgischen Antwerpen gründete, als US-amerikanische Bollo-Gruppen wie Minor Threat, Biohazard, Agnostic Front, Pro-Pain und Madball ganz große Nummern waren. Dadurch konnte das Quartett auf einen fahrenden Trend-Zug aufspringen und sich in der europäischen Hardcore-Szene mit vielen Live-Shows sowie diversen Longplay- und EP-Veröffentlichungen über das deutsche Label Lost And Found Records etablieren.

Anfang der Nullerjahre platzte die europäische Hardcore-Blase und Hard Resistance schmissen das Handtuch. Doch 12 Jahre später meldeten sich Ron Bruynsells (Gesang), Kris Stickers (Gitarre), Pascal Berckvens (Bass) und Joel Decoster (Drums) mit „Lawless & Disorder“ (05/2012) über das Label Strength Records in der Szene zurück, auf dem auch die 2013er „Euphemism“-EP erschien. Irgendwie haben die Jungs von Hard Resistance also überlebt. Und das ist Grund zu feiern!

Auf dem niederländischen Underground-Label WTF Records erscheint zur Begrüßung des neuen Jahres eine 20 Songs umfassende Retrospektive der Belgier, die in kompakter Form belegt, dass Hard Resistance tatsächlich zumindest für einen gewissen Zeitraum zur Speerspitze der Szene gehörten. Mit ihrem Old-School-Style kamen sie den Größen aus den USA recht nah, wobei die Metal-Komponente mit Versatzstücken aus ein wenig Death und jeder Menge Thrash bei Hard Resistance durchaus ausgeprägt ist.

Dagegen sucht der geneigte Hörer Zeitgeist-Elemente wie Rap-Parts und anderem längst ausgestorbenen Crossover-Kram vergeblich. Genau diese Gradlinigkeit macht bei Hard Resistance Spaß. Sie zocken ihren Stil konsequent runter, garnieren ihre Texte mit politischen Aussagen und erfüllen damit im Prinzip alle Auflagen der Hardcore-Fans. Und dass die Band scheinbar wieder fest zurück im Business ist, macht die vorliegende Compilation umso interessanter. Einen bessere Brücke aus dem Hier und Jetzt in die Vergangenheit von Hard Resistance und des Euro-Hardcore gibt es nämlich kaum.

Anspieltipps:

  • Tonight
  • Stand back
  • Just a fake
  • Engine of hate
  • Who pays your bills
  • Chaotic worldwide insanity
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