Kat Edmonson - The Big Picture - Cover
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Kat Edmonson The Big Picture


  • Label: Masterworks/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Während die Welt auf ein neues Adele-Album wartet, zeigt Kat Edmonson schon einmal, wie dieses klingen könnte.

Mit Kat Edmonson (31) präsentiert das noch junge Jahr 2015 auf den ersten Blick eine Newcomerin im Bereich des Jazz-Pop. Wer mit dem Genre allerdings ein wenig vertraut ist, wird Frau Edmonson schon längst auf der Rechnung haben. Denn „The Big Picture“ ist tatsächlich schon der dritte Longplayer der Sängerin.

Kat Edmonson nahm im Jahr 2002 an der zweiten Staffel der Castingshow „American Idol” teil, ohne groß etwas zu reißen (sie kam unter die Top 48). Die Teilnahme führte bei ihr aber zu dem Entschluss, als professionelle Musikerin weiterzumachen. Damit ging es in kleinen Schritten voran. Im Jahr 2009 brachte Kat Edmonson mit „Take To The Sky“ ihr in bester „Do it yourself“-Manier produziertes und vertriebenes Debütalbum auf den Markt. Ihr Zweitwerk „Way Down Low“ (2012) wurde per Crowdfunding-Kampagne über das Internet finanziert und platzierte sich in diversen Bestenlisten des Jahres. Dadurch wurde Sony Masterworks, das Jazz-Sub-Label von Sony Music, auf die Texanerin aufmerksam und nahm sie unter Vertrag.

In Los Angeles spielte Kat Edmonson im vergangenen Jahr zusammen mit dem 61-jährigen Produzenten Mitchell Froom (Robin Gibb, Suzanne Vega, Crowded House, Sheryl Crow, Ron Sexsmith, Pearl Jam, Nerina Pallot) ihr drittes Album „The Big Picture“ ein, das, wie es der Titel schon andeutet, von großen Kinofilmen und der dazugehörigen Filmmusik inspiriert wurde und deutliche Tendenzen in Richtung Soul („You said enough“) und Swing („Oh my love“) aufweist. Dabei kommt in der Tat eine Art Soundtrack-Stimmung auf. Denn Mitchell Froom scheute sich nicht, einigen Stücken eine prägnante Orchester-Unterstützung im Stil der 60er Jahre („Till we start to kiss“) oder herrliche Ennio-Morricone-Momente zu spendieren („You can’t break my heart“).

Im Gegensatz dazu stehen akustische Songs wie „All the way“ und poppige Tracks wie „The best“, die mithelfen, dass „The Big Picture“ zu keiner Zeit langweilt und trotzdem wie aus einem Guss klingt. Dabei platziert sich das Album still und heimlich im Bereich des Neo-Soul und ruft damit ins Gedächtnis, dass in diesem Jahr eine neue Platte von Neo-Soul-Überfliegerin Adele erwartet wird.

Anspieltipps:

  • Crying
  • The best
  • Dark cloud
  • Rainy day woman
  • You can’t break my heart
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