Devil´s Train - II - Cover
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Devil´s Train II


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Gute Grundlagen sind kein Voodoo-Hexenwerk.

Ein freundschaftliches Projekt geht in die zweite Runde. Das aus Lust und Laune entstandene „Devil's Train“ der gleichnamigen Band war ursprünglich als einfaches Zusammenkommen Gleichgesinnter gedacht. Das Ganze hat jedoch nicht nur der Band so viel Spaß gemacht, dass es nun eine zweite Runde gibt. Das schlicht „II“ betitelte Album ist Hardrock in seinen Grundzügen. Keine synthetischen Spielereien, sondern handgemachte Gitarrenmusik mit ordentlich Wumms dahinter. Allein an den beiden prominenten Covern des Albums „Born To Be Wild“ und „Immigrant Song“ lassen sich dabei die Stärken und Schwächen des Projekts aufschreiben. Diese Band erfindet selbst nichts und der Gesang ist eher mäßig zu verordnen. Das Ergebnis ist aber eben immer wieder melodisch mitreißend und sitzt sofort und manchmal ist das schon mehr als andere Bands von ihrer Arbeit behaupten können.

Bringen wir gleich die Schwachstellen des Albums hinter uns. Der Gesang ist wie bereits erwähnt eher mäßig und auch wenn die Original-Stücke den Sänger nicht derartig fordern, machen die recht uninteressanten Texte möglichem Hitpotenzial den Garaus. Für alle, die nicht Instrumente spielen können, ist der Gesang aber natürlich ein Muss und so nimmt man dieses dicke Stück Mittelmaß gerne hin, um die Leute für die eigentliche Hauptattraktion zu gewinnen. Diese ist ganz klar das Zusammenspiel der Gitarren. Getrieben von stets krachenden Drums findet die Band immer wieder knackige Riffs, die auch wenig inspirierten Gerüsten den nötigen Kick geben. Nach 50 Minuten wird sich niemand an die Melodien und einzelne Stücke nebst den Cover-Versionen erinnern. Nichtsdestotrotz werden Hardrock-Fans eine Menge Spaß gehabt haben.

Devil's Train unterfordern ihre Hörer maßlos. Man merkt, dass diese Songs nicht lang und breit überlegt worden sind. Hier wird sich ein wenig Hardrock von der Seele gespielt. Das klingt zwar oft repetitiv und kann nur selten überraschen, aber trotzdem fällt das immer mit einer großen Portion Genugtuung zusammen. Devil's Train wollten nie die Welt verändern, sondern einfach eine Menge Spaß mit dem Genre haben, das sie vereint. Und genau das, nicht mehr und nicht weniger, haben sie mit ihrer zweiten Scheibe auch solide geschafft.

Anspieltipps:

  • Down On You
  • Mr. Jones
  • Suffocated

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