Transmitter - Smaschine - Cover
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Transmitter Smaschine


  • Label: Artist Station Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein paar Jahre zu spät verderben sich ein paar Köche gegenseitig den Brei.

„Smaschine“ wäre gerne wild, laut und unberechenbar. Techno, Drums and Base, DubStep und Reggae versuchen sich die Hand zu reichen. Das Ergebnis erinnert mehr an einen nicht ganz reibungslos verlaufenen Staffellauf. Die Übergabe der Stilrichtungen ist stets holprig und auch inhaltlich kann das Album sich nicht entscheiden, ob Party oder Politik betrieben werden soll. Der zu Beginn an The Prodigy erinnernde Sound wandelt sich ganz schnell in mäßiges Material eines DubStep-Mix von 2011/12 um. Der Gesang unterstützt die Beats selten und bremst die wuchtigeren Parts oftmals mit seinen Reggae-Wurzeln.

Auf inhaltlicher Ebene ist eine ähnliche Uneinigkeit zu entdecken. „America“ handelt von Amerikas Waffenpolitik, wohingegen es in anderen Momenten um ganz alltägliche Gefühle und Zustände geht. Letztere lassen sich besser in das Konzept quetschen. „Smaschine“ setzt nämlich auf viele Wiederholungen. Der Refrain muss oft und gerne erklingen. Im besten Fall handelt es sich dabei um die Hookline. Meistens tut es das aber nicht. Das Tempo stimmt und den Drums and Base-Wurzeln entsprechend kommt immer Wucht aus dem Hintergrund, doch das Ergebnis bleibt nicht hängen und reißt auch nicht mit. Texte bleiben bei so viel Wiederholung natürlich auch auf der Strecke, weswegen auch eine gut gemeinte Kritik inhaltlich leider sehr überschaubar ausfällt.

Am Ende bleiben weder Botschaften noch tanzbare Tracks übrig, die dieses Album in irgendeiner Weise über sonstige Musik für Tanzwütige heben. Dazu kommt, dass nicht nur die Mischung des Albums oftmals gegenläufig wirkt. Nein, auch der schnell abgeflaute DubStep-Hype von vor einigen Jahren ist endgültig abgeflaut. Und da das Genre durch die hier vorliegenden, recht einfachen Arrangements kaum weiter entwickelt wird, klingt der DubStep nicht nur aus der Mode, sondern gänzlich überholt. Dieses Album hat außer dem im Titel versprochenen Smash nicht viel zu bieten. Und so wird die „Smaschine“ schnell zu einem sehr eindimensionalen Erlebnis.

Anspieltipps:

  • The Box
  • After Dark
  • America

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