Echosmith - Talking Dreams - Cover
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Echosmith Talking Dreams


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein junges Geschwisterquartett aus Amerika mischt die Popmusik auf.

Bis ein Trend aus Amerika nach Deutschland überschwappt, kann es ja schon mal etwas dauern. Was in den Staaten gerade in ist, wird oft erst ein Jahr später bei uns zum neuen Trend. Das kann auf Mode und Internetphänomene zutreffen, aber auch auf Musik. So ist es auch bei Echosmith. Mit dem Song „Cool Kids“ gelang ihnen Mitte 2013 der Durchbruch in Amerika. Bei uns läuft der Song erst seit Ende 2014 im Radio. Die Band selbst gibt es aber schon seit 2009, sie besteht aus den vier Geschwistern Sydney (17, Gesang), Jamie (21, Gitarre), Noah (19, Bass) und Graham Sierota (15, Schlagzeug). Am Anfang haben die Geschwister vor allem Coversongs auf Youtube veröffentlicht, seit 2012 stehen sie bei Warner Bros. Records unter Vertrag. Es folgten Konzerte bei der Vans Warped Tour 2013 und u.a. im Vorprogramm von Owl City. Im Oktober 2013 kam dann das Debütalbum „Talking Dreams“ in die amerikanischen Plattenläden.

Mehr als ein Jahr später kommen wir nun auch in den Genuss dieser Scheibe. „Cool Kids“ ist da natürlich auch drauf. Der Song, der zurzeit in den Top 20 der deutschen Singlecharts platziert ist, ist sehr eingängig und wird geprägt durch den zuckersüßen Gesang von Sydney Sierota, verpackt in ein poppiges Gewand. Ähnliches versprechen auch die anderen Songs. Zentrale Themen sind vor allem das Erwachsenwerden, was natürlich mit dem Alter der Bandmitglieder zusammenhängt, aber auch Liebe. Das spiegelt sich in Songtiteln wie „Let’s Love“ wider, einem Gute-Laune-Stück, das durch den abwechselnden Gesang zwischen Sydney und ihrem Bruder Jamie punktet. „Tell Her You Love Her“ fällt zu Beginn durch ein zurückhaltendes Tempo auf, legt im Refrain dann aber eine Schippe drauf. „Bright“ ist ein wunderschöner Song, bei dem der sanfte Gesang von Sydney für Gänsehaut sorgt. Aber auch schnellere, rockig angehauchte Lieder finden sich auf dem Album, wie zum Beispiel „Come Together“ oder auch der Titeltrack „Talking Dreams“. So wechseln sich klassische Popnummern mit an Indie-Rock erinnernden flotteren Nummern ab.

Alles in allem ergibt sich daraus ein echt schönes Album. Man merkt, dass die Bandmitglieder noch sehr jung sind, da sich die Songthemen doch das eine oder andere Mal wiederholen. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch, denn es sind einige sehr schöne eingängige Melodien dabei, die sicherlich für längere Zeit im Gedächtnis verweilen werden.

Anspieltipps:

  • Come Together
  • Let’s Love
  • Cool Kids
  • Bright
  • Tell Her You Love Her

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