Imagine Dragons - Smoke + Mirrors - Cover
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Imagine Dragons Smoke + Mirrors


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Es bestätigt sich: Das zweite Album ist traditionell das Schwierigste.

Die Möglichkeiten, heutzutage berühmt zu werden, sind zahlreich. Das Internet, Youtube, Werbung oder ein Song auf einem Soundtrack reichen oft schon, um eine Band von jetzt auf gleich bekannt zu machen. So war es auch bei den Imagine Dragons. Mit der ersten Single „It’s Time“ hatten sie zwar Erfolg, der endgültige Durchbruch gelang ihnen aber mit dem Chartbreaker „Radioactive“. Der Song war gleichzeitig Titelsong des Blockbuster-Games Assassin’s Creed III. Da das Spiel im Fernsehen stark beworben wurde, erlangte auch „Radioactive“ große Aufmerksamkeit. In vielen Ländern enterte der Song die Top 10. Auch das dazugehörige Debütalbum „Night Visions“ verkaufte sich wie geschnitten Brot und beinhaltete mit „Demons“ und „On Top Of The World“ zwei weitere Hitsingles. Zwei Jahre später kommt jetzt der Nachfolger „Smoke + Mirrors“.

Das zweite Album gilt ja traditionell als das Schwierigste, da der Erfolg bestätigt werden muss. Und das trifft auch auf die Imagine Dragons zu, denn so eine Hitdichte wie auf „Night Visions“ findet sich auf dem zweiten Werk nicht. Schon die erste Single „I Bet My Life“ war in Deutschland lange nicht so erfolgreich wie die vier Singles von „Night Visions“, auch wenn der Song den charakteristischen Imagine Dragons-Sound bietet. Ähnlich wie bei „Demons“ fängt der Song ruhig an, um dann im Refrain mit ordentlich Bums und kraftvollem Gesang regelrecht auszubrechen. „Shots“ hingegen ist ein angenehm poppiger Song, der mit ruhigen elektronischen Klängen und einer Gitarre überzeugt. Auch „Gold“ ist ganz gut und erinnert mit seinem wummernden Sound im Refrain ein klein bisschen an „Radioactive“, auch wenn er natürlich lange nicht so gut ist wie dieser.

Leider gibt es aber auch viele Titel, die nicht so gelungen sind und in einem durchlaufen, ohne große Spuren zu hinterlassen. „Polaroid“ ist so ein Song, der ohne große Variation in gemächlichem Tempo vor sich hin plätschert. Auch „Dream“ reißt einen nicht vom Hocker, sondern zieht sich auf Grund des langsamen Tempos sehr in die Länge. Sehr anstrengend ist “Friction“, das durch die orientalischen Klänge vermischt mit Elektro klingt, als hätten Ali Baba und seine 40 Räuber den Synthesizer für sich entdeckt.

Wer sich die Deluxe Edition holt, bekommt außerdem fünf weitere Songs. Mit „Thief“ ist ein Track dabei, der sich auch auf der normalen Version gut gemacht hätte. Dank der marschartigen Drums geht der Song nämlich ordentlich nach vorne. Die anderen vier Songs sind leider nur Durchschnitt. Für Fans trotzdem eine Überlegung wert.

Insgesamt ist „Smoke + Mirrors“ lange nicht so gut wie „Night Visions“. Die Melodien sind nicht so eingängig und hymnenhaft, sondern teilweise schwer zugänglich oder einfach langweilig. Es fehlen der Drive und das Tempo. Richtige Hits gibt es leider nicht. Das macht das Album leider zu einem schwachen Werk und es bestätigt sich: Das zweite Album ist traditionell das Schwierigste.

Anspieltipps:

  • I Bet My Life
  • Shots
  • Gold
  • It Comes Back To You

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