All That Remains - The Order Of Things - Cover
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All That Remains The Order Of Things


  • Label: Razor & Tie/Rough Trade
  • Laufzeit: 49 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das das Genre nicht revolutioniert, ihm aber auch keinen Schaden zufügt.

Die Blütezeit des Metalcore ist längst vorbei. Dennoch mühen sich ein paar aufrechte Recken weiterhin darum, dass diese Stilart nicht ausstirbt. Dazu öffnen sie zum Beispiel das Genre hier und da ein wenig für neue Einflüsse und versuchen so auf Kurs zu bleiben. Andere Bands hingegen erhöhen den Härtegrad und holen mehr denn je die Keule raus.

All That Remains haben sich seit ihrer Gründung als ursprüngliches Sideproject von Shadows Fall im Jahr 1998 zu einer festen Konstante des Metalcore etabliert und von ihren bisherigen sechs Alben mehr als eine Million Einheiten abgesetzt. Doch auch die Amerikaner haben schon vor einiger Zeit erkannt, dass mit 08/15-Metalcore kaum noch ein Blumentopf zu gewinnen ist und ihren Sound sukzessive modifiziert. Die vermeintliche Endstufe dieser Metamorphose lässt sich nun auf „The Order Of Things“ nachhören.

Zusammen mit Produzent Josh Wilbur (u.a. Hatebreed, Gojira, Lamb Of God, Killer Be Killed) haben Phil Labonte (Gesang), Oli Herbert (Gitarre), Mike Martin (Gitarre), Jeanne Sagan (Bass) und Jason Costa (Drums) in ihre Songs noch mehr Melodik und Eingängigkeit gepackt („This probably won’t end well“), die sie mit klassischen Auf-Die-Zwölf-Tracks wie „No knock“ kombinieren. Dieses Muster zieht sich durch das ganze Album. So sind „Divide“ und „For you“ ganz schön poppige Emo-Rocksongs, während „The greatest generation“ und „A reason for me to fight“ das Tempo anziehen und mit Breaks variieren.

Am besten gefallen All Things Remains aber immer noch dann, wenn sie es schaffen, Härte und Eingängigkeit in einem Song zu bündeln. Dies gelingt ihnen u.a. in Stücken wie „Victory lap“, „Pernicious“ oder auch „Bite my tongue“, sodass es für „The Order Of Things“ am Ende zu einem soliden Album reicht, das das Genre nicht revolutioniert, ihm aber auch keinen Schaden zufügt, nur weil das Quintett mal ein paar ruhigere Töne mehr als sonst eingestreut hat.

Anspieltipps:

  • Victory lap
  • Bite my tongue
  • The greatest generation
  • A reason for me to fight
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