All Time Low - Future Hearts - Cover
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All Time Low Future Hearts


  • Label: Hopeless Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
3/10 Leserwertung Stimme ab!

Pop-Punk wie vor zehn Jahren, aufgefrischt durch kleine Neuerungen und ein paar wenige andere Stileinflüsse.

All Time Low, das sind vier Jungs aus den USA, die schon seit ihrer gemeinsamen Schulzeit zusammen Musik machen. Damals war der Pop-Punk dank Bands wie Green Day, Blink-182 und Sum 41 auf dem Höhepunkt. Viele Bands sprangen auf diesen Zug auf, so auch All Time Low. Im Jahr 2005 kam ihr Debütalbum „The Party Scene“ raus. Seitdem war die Band sehr fleißig. Das neue Album „Future Hearts“ ist schon das sechste Studioalbum der Band (EPs und Livealben nicht eingerechnet). Bei so einem hohen Output in so kurzer Zeit kann schon mal der Vorwurf aufkommen, dass die Songs sich wiederholen und die Band sich quasi selbst plagiiert.

Den Vorwurf muss sich auch „Future Hearts“ stellenweise gefallen lassen. Zwar unterscheiden sich die Songs teils sehr klar, da die Band einerseits klassischen Gute-Laune-Pop-Punk bietet („Kicking & Screaming“, „Kids In The Dark“), andererseits aber auch Balladen auf Lager hat („Missing You“, „Tidal Waves“). Vor allem „Tidal Waves“ ist sehr auffällig. Unterstützt von Mark Hoppus (Blink-182), fährt der Song ganz groß mit Orchester auf. Dann gibt es noch Stücke, die sich irgendwo dazwischen bewegen, wie z.B. „Bail Me Out“, ein extrem poppiges Stück, bei dem Joel Madden (Good Charlotte) seinen Gesang beisteuern darf. An einzelnen Stellen tauchen sogar elektronische Klänge auf, die aber zum Glück nicht Oberhand nehmen („Dancing With A Wolf“, The Edge Of Tonight“).Trotzdem: Bei den 13 Songs kommt hin und wieder das Gefühl auf, dass sich vor allem die rockigen Stücke wiederholen.

Somit ist „Future Hearts“ ein solides Werk mit durchschnittlichen Songs, die hin und wieder durch kleine Highlights unterbrochen werden. All Time Low erfinden das Rad nicht neu und werden ihre Fans mit diesem Werk auch nicht vergraulen. Nichtsdestotrotz wird man das Gefühl nicht los, dass man einige der Songs vor zehn Jahren schon mal in ähnlichem Gewand gehört hat.

Anspieltipps:

  • Kids In The Dark
  • Kicking & Screaming
  • Missing You
  • Cinderblock Garden
  • Don’t You Go

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