Jonathan Jeremiah - Oh Desire - Cover
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Jonathan Jeremiah Oh Desire


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Bewährtes verkauft sich am besten: Jonathan Jeremiah bleibt sich treu und setzt auf Etabliertes.

Knapp zweieinhalb Jahre sind seit Jonathan Jeremiahs letztem Album „Gold Dust“ vergangen. Eigentlich wollte der Singer/Songwriter aus London seine Fans auch gar nicht so lange auf das neue Studioalbum „Oh Desire“ warten lassen. Allerdings dauerten die Aufnahmen für sein drittes Werk länger als geplant. Aus geplanten drei Wochen wurden über sechs Monate. Das lag vor allem daran, dass Jonathan Jeremiah seine Band, mit der er letztes Jahr auf Tour war, ins Songwriting mit einbeziehen wollte. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Werk, bei dem er auf Bewährtes setzt.

Im Vordergrund stehen vor allem sein markanter Gesang und sein Gitarrenspiel. Hin und wieder gesellen sich ein paar Streicher dazu, die für Gänsehautatmosphäre sorgen. So setzt „Wild Fire“ vordergründig auf Gesang und Gitarre und kann fast schon als schnell bezeichnet werden, wenn man ihn mit den anderen Songs vergleicht. „The Birds“ wird sogar nur von einer Gitarre begleitet und hebt sich dadurch ab, dass das Lied keinen klassischen Refrain hat. Es geht aber auch anders. „Smiling“ setzt zu Beginn ebenfalls vor allem auf einen sehr zurückhaltenden Sound, doch dann setzen dezente Streicher ein, die zum Ende hin immer dominanter werden.

Der Song „Rosario“ treibt das Ganze noch etwas weiter, da dort Cello, Violine und Co. deutlicher hervorstechen und das Lied dadurch fast schon pompös klingt. Dabei reflektiert Jonathan Jeremiah in seinen Songs seine Lebenserfahrungen. So singt er beispielsweise über London („Smiling“, „The Birds“, „Arms“), erzählt von Geschichten aus seiner Kindheit („The Devil‘s Hillside“) oder spricht über Liebe („Oh Desire“).

Schlussendlich riskiert Jonathan Jeremiah mit „Oh Desire“ also nicht viel. Er bleibt sich und seinem Sound treu und erfreut seine Fans mit glaubhaften Texten, echten Emotionen und einer meist nachdenklich wirkenden Atmosphäre. Trotzdem wäre der eine oder andere neue Impuls beim nächsten Album nicht schlecht. Denn wer weiß, wie lange er an diesem Rezept festhalten kann, bis sich seine Fans daran sattgehört haben?

Anspieltipps:

  • Wildfire
  • Oh Desire
  • Smiling
  • Oh Desire

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