Eskimo Callboy - Crystals - Cover
Große Ansicht

Eskimo Callboy Crystals


  • Label: Airforce1/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nur 14 Monate liegen zwischen dem letzten Album und dem neuesten Werk. Das merkt man an einigen Stellen.

Die Band Eskimo Callboy gibt es gerade mal seit fünf Jahren. Trotzdem kletterte die Gruppe aus Castrop-Rauxel mit ihrem Mix aus Metalcore und Techno schnell die Karriereleiter empor. 2010 kam die erste EP raus, 2011 unterschrieben die sechs Jungs ihren ersten Plattenvertrag, 2012 folgte das Debütalbum „Bury Me In Fucking Vegas“. Es ging weiter steil bergauf. Die Band war mit namhaften Acts wie Asking Alexandria und Callejon unterwegs, außerdem spielte sie bei diversen Festivals wie dem Open Flair und Wacken 2013. Eigene Touren durch Russland, Japan, China und sogar die USA sorgten dafür, dass die Band auch außerhalb von Deutschland bekannt wurde. Trotz dieses vollen Terminkalenders kam 2014 schon ihr zweites Album „We Are The Mess“ raus. Und nur ein Jahr später schieben sie das dritte Werk „Crystals“ hinterher.

Auf dem gibt es wieder den typischen Eskimo Callboy-Sound. Harten Metalcore mit wechselndem Gesang aus Screams, Growls und cleanem Gesang, ergänzt durch einen Synthesizer, der dem Sound etwas Elektronisches gibt. „Pitch Blease“ zeigt als Opener alle Facetten von Eskimo Callboy: Der Song ballert direkt los, gönnt sich dann vor dem Refrain eine kleine Verschnaufpause in Form von reinen Elektroklängen, der Refrain ist dann clean gesungen und ein bisschen poppiger. Diese Struktur zieht sich durch alle Tracks. In leichten Variationen starten einige Songs technolastig und brettern erst nach kurzem Intro los, der Synthesizer ist immer wieder deutlich zu hören („My Own Summer“, „Paradise In Hell“). Die anderen klingen anfangs mehr nach Metalcore und lassen zwischendurch nur ein paar elektronische Elemente aufblitzen („Monster“, „Crystals“). Der Song „Baby (T.U.M.H)“ hebt sich ein bisschen davon ab: Der Anfang ist heavy, der Refrain dann eine rockige und wirklich gute Coverversion von ´N Syncs „Tearin Up My Heart“. „Best Day“ ist im Vergleich zum restlichen Album sehr poppig. Der Song ist weniger laut, es wird nur im Mittelteil wirklich gescreamt. Außerdem steuert Sido die zweite Strophe bei. Das ist was ganz Neues und wird nicht jedem gefallen, funktioniert aber ziemlich gut.

Bis hierhin hört sich das alles ganz gut an und ein paar Nummern sind echt super. Leider klingen einige Songs aber auch sehr ähnlich, eben weil die Songstruktur wenig variiert. Und da auch nicht jeder Song überragend ist, fällt das einfach negativ auf. Deswegen kommt es einem stellenweise vor, als ob man alles schon mal gehört hat. Gute Songs und eher durchschnittliche Stücke halten sich die Waage. Vielleicht liegt das daran, dass zwischen dem letzten Album und der neuen Scheibe nur ein knappes Jahr liegt und die Band sich diesmal nicht so viel Zeit für neue Songs genommen hat? Darüber kann man nur spekulieren. Im Endeffekt landen Eskimo Callboy mit „Crystals“ irgendwo zwischen solide und gut.

Anspieltipps:

  • Best Day
  • Baby (T.U.M.H.)
  • My Own Summer
  • Pitch Blease
  • 2 Fat 2 Furious

Neue Kritiken im Genre „Rock“
5/10

Simulation Theory
  • 2018    
9/10

Electric Ladyland (50th Anniversary Edition)
  • 2018    
Diskutiere über „Eskimo Callboy“
comments powered by Disqus