Cancer Bats - Searching For Zero - Cover
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Cancer Bats Searching For Zero


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 34 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Zu wenig Neues, zu wenig Abwechslung: Die neue Scheibe der Cancer Bats ist nur was für Fans.

Roh, dreckig, laut, aggressiv: Auf die Band Cancer Bats trifft genau diese Bezeichnung zu. Nach ihrer Gründung 2004 dauerte es auch gar nicht lange, bis sie mit ihrer Mischung aus Hardcore und Punk Erfolg hatten, denn schon zwei Jahre später wurde das Debütalbum „Birthing The Giant“ veröffentlicht. Das punktete nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Mitgliedern anderer bekannter Bands. Denn die Cancer Bats konnten berühmte Sänger wie Ben Kowalewicz von Billy Talent oder auch Tim McIlrath von Rise Against für eine Zusammenarbeit gewinnen. Außerdem waren die vier Jungs aus Kanada schon mit Bands wie Bullet For My Valentine, Funeral For A Friend oder Alexisonfire auf Tour. Und da das letzte Album „Dead Set On Living“ mittlerweile drei Jahre alt ist, wurde es langsam mal Zeit für neues Material, das man live spielen kann.

Das findet sich auf dem fünften Studioalbum „Searching For Zero“ wieder und strotzt wieder nur so vor Energie: Eine kreischende Gitarre, ein verzerrter Bass, ein hämmerndes Schlagzeug und der aggressive Gesang von Sänger Liam Cormier bringen die Boxen zum Explodieren. Ruhepausen gönnt die Band sich nicht, nur ganz selten gibt es mal vereinzelte langsamere Passagen wie in „Satellites“. Sonst wird einem die volle Ladung Hardcore vor den Latz geknallt. Mal startet ein Song dabei mit einem Gitarrensolo („Beelzebub“), mal mit einem rollenden Bass („Cursed With A Conscience“) oder es wird einfach losgeschrien („Devil’s Blood“).

Dieser permanente Auf-Die-Fresse-Sound ist zwar einerseits die Stärke der Band, andererseits aber auch der Schwachpunkt des Albums. Der Gesang ist durchgängig aggressiv und variiert kaum, die Gitarrenriffs klingen vor allem in den schnellen Passagen immer sehr ähnlich und das Tempo ist, abgesehen von ein paar Ausnahmen, immer am Anschlag. Und das wirkt dann ab dem dritten Lied, als würde sich alles wiederholen. Hier das Riff ein bisschen anders gesetzt, da der Basslauf ein bisschen variiert, dort ein anderer Schlagzeugbeat, und dann einfach kräftig drüber geschrien. Wirklich abwechslungsreich klingt das nicht.

Hat man die zehn Songs nach einer knappen halben Stunde durchgehört, ist deshalb auch leider kein Track wirklich hängengeblieben. Selbst nach ein paar Mal hören ändert sich das nur in Nuancen. Die meisten Stücke haben einfach einen zu niedrigen Wiedererkennungswert, es klingt einfach alles zu ähnlich. Echte Fans der Cancer Bats wird das wahrscheinlich nicht stören, die bekommen die gewohnte Kost. Alle anderen können „Searching For Zero“ getrost im Regal liegen lassen.

Anspieltipps:

  • Buds
  • Satellites
  • Devil’s Blood

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