Led Zeppelin - Physical Graffiti (Deluxe Edition) - Cover
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Led Zeppelin Physical Graffiti (Deluxe Edition)


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 127 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Teil sechs eines umfangreichen Programms von Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Led Zeppelin.

Es ist mal wieder an der Zeit, dass der zehn Longplayer umfassende Back-Katalog der Hardrock-Legende Led Zeppelin in die Hand genommen und neu auf den Markt gebracht wird. Diesmal hat sich Gitarrist Jimmy Page höchstpersönlich um einen neuen Sound-Mix der Alben gekümmert und für die Bonus-CDs der Deluxe-Ausgaben bisher unveröffentlichte Live-, Demo-, Alternativ-Mix- und Studio-Tracks ausgegraben. Erscheinen werden diese Re-Releases in allen erdenklichen Formaten, von der einfachen CD, bis hin zum mindestens 100 Euro teuren Mega-Deluxe-Box-Set. Nur Fliegen ist schöner.

Wer sich als Ergänzung zu seinen Vinyl-Ausgaben oder den schwachbrüstig klingenden CD-Erstauflagen diese erneuten Re-Releases besorgen möchte, aber keine 1.000 Euro investieren will, sollte trotzdem zumindest zu den Deluxe-Doppel-CDs greifen, die neben dem jeweiligen Originalwerk im frischen Klangbild, das versprochene Bonusmaterial beherbergen, mit dem die Geschichtsstunde in Sachen Led Zeppelin erst so richtig schön wird. Den Anfang der Wiederveröffentlichungsreihe machten die ersten drei Led-Zep-Longplayer aus den Jahren 1969 und 1970 (Zwischen „I“ und „II“ lagen lediglich acht Monate. Heutzutage fast unvorstellbar. Es sei denn, man heißt Green Day und liefert mit „Uno!“, „Dos!“, „Tré!“ ein Desaster ab). Ihnen folgten in der zweiten Welle die Werke „Led Zeppelin IV“ (11/1971) und „Houses Of The Holy“ (03/1973) und nun mit „Physical Graffiti“ ein weiterer Nachzügler.

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„Physical Graffiti“: Das sechste Studiowerk der bleiernen Zeppeline erschien im Original am 24. Februar 1975 und damit knapp zwei Jahre nach „Houses Of The Holy“. Die Songideen für „Physical Graffiti“ wurden über mehrere Jahre gesammelt und flossen in ein monumentales Werk mit insgesamt 15 Stücken auf vier LP-Seiten ein. Mit dem opulenten „Kashmir“ enthält das Doppelalbum einen der größten Led-Zeppelin-Klassiker aller Zeiten, aber auch ein paar knackige Hard- und Blues-Rock-Ansagen. Das sorgte für vielfältige Höreindrücke, die damals unter Fans durchaus diskutiert wurden, aber „Physical Graffiti“ dennoch in der oberen Hälfte der besten Zeppelin-Longplayer platzieren ließen.

Fast genau 40 Jahre nach der Ur-Veröffentlichung geht auch „Physical Graffiti“ als umfangreich aufgemotzter Re-Release an den Start. Dabei kann der Käufer zwischen dem klanglich aufgefrischten Doppelalbum ohne Extras bis hin zur super-teuren Luxus-Version wählen. Als empfehlenswerter Kompromiss taugt die Deluxe-Edition, die wie schon die vorherigen Deluxe-Re-Releases um eine weitere CD ergänzt wurde. Darauf befinden sich ein paar Raritäten aus dem Band-Archiv, die den Entstehungsprozess von „Physical Graffiti“ nachzeichnen. Das mag eventuell nur für die beinharten Anhänger interessant sein, aber die Anzahl dieser ist immer noch so gewaltig, dass die Led-Zeppelin-Wiederveröffentlichungen weltweit ein preisgekröntes Top-10-Thema sind.

Anspieltipps:

  • Kashmir
  • The rover
  • Custard pie
  • In my time of dying
  • Black country woman
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