Toto - Toto XIV - Cover
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Toto Toto XIV


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist kein Comeback, aber eine angenehme Rückkehr der amerikanischen Progressive-Popper.

Falling In Between“, das bis dato letzte Studioalbum von Toto, hat inzwischen mehr als neun Jahre auf dem Buckel. Das ist auch für eine Band, die kürzlich ihr 35-jähriges Jubiläum gefeiert hat, eine ganz schön hohe Hausnummer. Es wurde also langsam Zeit, dass die Hohepriester der progressiven Popmusik ein paar neue Kohlen ins Feuer werfen, um ihre Fans zu befriedigen, die seit den 90er Jahren mehr in Europa als in ihrer amerikanischen Heimat zu finden sind.

Nachdem im vergangenen Jahr mit „35th Anniversary Tour: Live In Poland“ (04/2014) ein neues Live-Lebenszeichen erschien, ist es mit „Toto XIV“ nun endlich soweit: Toto kehrten in der Besetzung Steve Lukather (Gitarre), Joseph Williams (Gesang), David Paich (Keyboards), Steve Porcaro (Keybords), David Hungate (Bass) und Keith Carlock (Drums) ins Studio zurück und spielten den von der Band als den legitimen Nachfolger ihres Durchbruchalbums „Toto IV“ (04/1982) bezeichneten Longplayer ein, auf den ihre Fangemeinde so sehnsüchtig gewartet hatte. Dieser erscheint in Lizenz des italienischen Labels Frontiers Records, das sich darauf spezialisiert hat, ehemalige Melodic-Rock- und Metal-Riesen wie Def Leppard, Whitesnake, Asia, Uriah Heep, Tesla, Sebastian Bach oder auch Mr. Big unter Vertrag zu nehmen.

Mit der Ankündigung, an „Toto IV“ anknüpfen zu wollen, legen Toto die Messlatte natürlich sehr hoch, schließlich bedeutete der damalige Longplayer einen fast perfekten Spagat zwischen Prog-Rock und Popmusik. Doch auch wenn der Glaube daran fehlt, dass Toto jemals wieder Hits wie „Rosanna“, „Africa“ oder auch „I won’t hold you back“ schreiben werden, besitzen sie nach wie vor einen Trademark-Sound, der sich auf „Toto XIV“ vom ersten Ton an ins Gehör legt. Eingepackt in eine starke Produktion spielen sich die Originalmitglieder Steve Lukather, David Paich und Steve Porcaro die Bälle zu und erzeugen damit einen gut abgehangenen Classic-Rock-Sound, der nicht von eingängigen Melodien, sondern von der Atmosphäre lebt. Dass allein dieser Umstand bereits für ein gutes Album reichen kann, gelingt vermutlich nur Veteranen wie Toto.

Auf diese Weise liefern Toto ein angenehm ins Ohr gehendes Album ab, das nur selten verzichtbaren Soft-Rock wie „Fortune” bietet, dafür aber mit alten Stärken punktet. So schwingen Toto in „Great expectatations“ die Prog-Keule und servieren mit „Unknown soldier“ pathetische Dramatik. Sie haben verspielte Popsongs („The little things“) und verträumte Balladen in petto („All the tears that shine“), scheuen sich nicht, mit einigen musikalischen Selbstzitaten ausgestattete Songs ins Rennen zu schicken („Chinatown“) und tatsächlich so etwas wie eine potenzielle Hitsingle anzubieten, die an die alten Hits noch am nächsten herankommt („Orphans“). Viel mehr zu erwarten, wäre unrealistisch gewesen.

Anspieltipps:

  • Orphan
  • Holy war
  • Chinatown
  • Unknown soldier
  • Running out of time
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