Butch Walker - Afraid Of Ghosts - Cover
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Butch Walker Afraid Of Ghosts


  • Label: Lojinx/ALIVE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Gute Stimme und besondere Stimmung: Songwriter-Folk-Pop mit leicht rockiger Note.

Wer Album-Credits liest, dem dürfte der Name Butch Walker ein Begriff sein. Als Produzent und Songwriter hat er so unterschiedlichen Interpreten wie Pete Yorn, Weezer, P!nk, Avril Lavigne, The Donnas, Katy Perry u.a. unter die Arme gegriffen. Als eigenständiger Singer/Songwriter ist er bereits seit Anfang der Nullerjahre unterwegs und hat seitdem einige Platten veröffentlicht, die aber hierzulande kaum wahrgenommen wurden.

Es ist also an der Zeit, Butch Walker als Sänger und Liederschreiber näher kennenzulernen. Auf dem vorliegenden „Afraid Of Ghosts“ wurde er von Ryan Adams produziert und als Special Guests waren in je einem Song Johnny Depp und Bob Mould zugegen. Nicht genug der großen Namen, der dritte Song trägt den Titel „Chrissie Hynde“. Wobei es Walker gar nicht nötig hat, mit Berühmtheiten zu klotzen, denn die Qualitäten seines neuen Albums leben hauptsächlich von seinem Songwriting und seiner Stimme. Ryan Adams hat das Ganze rau und naturgegeben produziert und der Titelsong zu Beginn erinnert auch ein wenig an ihn. Ein Juwel, das mit Gitarren- und Piano-Motiven, verschlepptem Rhythmus und einem versöhnlich gestimmten Akkordeon überzeugt.

Mit „I Love You“ stellt Walker unter Beweis, dass er nicht umsonst für Mainstream-Interpreten Lieder geschrieben hat. Dem zärtlichen und Pedal Steel-Tränen weinenden „Chrissie Hynde“ folgt das akustisch gezupfte „Still Drunk“. Nach dem geheimnisvoll-balladesken „How Are Things, Love“ steht das „Bed On Fire“, die Stromgitarre lärmt und der Himmel hängt voller Geigen.

„21+“ und „Father’s Day“ beginnen akustisch und steigern sich ins Lautmalerische, „Autumn Leaves“ kommt dagegen als Folkpop-Song im mittleren Tempo daher. Das abschließende „The Dark“ knüpft an den Titelsong zu Beginn an und zeigt wie alle anderen Titel die hohe, zärtliche, leicht brüchig wirkende Stimme von Butch Walker auf. Ihm ist mit „Afraid Of Ghosts“ ein gutes Album gelungen, das sich in einigen Passagen wie live im Studio aufgenommen anhört. Dies verleiht dem Ganzen einen organischen Charakter und der Platte das Besondere.

Anspieltipps:

  • Afraid Of Ghosts
  • Chrissie Hynde
  • Bed On Fire
  • The Dark

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