Lieutenant - If I Kill This Thing We´re All Going To Eat For A Week - Cover
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Lieutenant If I Kill This Thing We´re All Going To Eat For A Week


  • Label: Dine Alone Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Bassist der Foo Fighters mit seinem Soloprojekt. Nicht mehr als ein netter Versuch.

Wenn Bassisten sich berufen fühlen, eine Solo-Platte aufzunehmen, scheint das Scheitern vorprogrammiert oder? Nate Mendel ist einer von denen, die normalerweise in die vier Saiten greifen und hauptsächlich für die Rhythmuserzeugung vorgesehen sind. Für keine Geringeren als die Foo Fighters, Sunny Day Real Estate und The Fire Theft geht er dieser Beschäftigung nach. Nun hat er sein Soloprojekt Lieutenant ins Leben gerufen, das er als Songwriter, Gitarrist und Sänger bestreitet. Zur Seite standen ihm Drummer Joe Plummer (The Shins, Modest Mouse) sowie Toningenieur und Produzent Toshi Kasai, der bereits für die Melvins und Helmet die Regler bediente.

Zudem waren bekannte Gastmusiker wie Page Hamilton (Helmet), Josiah Johnson (The Head And The Heart), Chris Shiflett (Foo Fighters) und Jeremy Enigk (Sunny Day Real Estate) zugegen. Parallel zu den Aufnahmen des Foo Fighters-Albums „Sonic Highways“ ist Lieutenants Album mit dem langen Titel „If I Kill This Thing We’re All Going To Eat For A Week“ entstanden.

Die Platte ist weitestgehend dem Alternative Rock zuzuordnen und folglich nicht so weit weg von den Alben der oben genannten Bands. Das Ganze ist handwerklich und technisch versiert in Szene gesetzt. Wir lauschen hier handgemachtem Alternative Rock, der dynamisch, melodisch und spannungsgeladen daherkommt. Dennoch will das Album nicht so richtig zünden. Die Songs sind vorhersehbar, plätschern trotz ihrer Dynamik an einem vorbei, vor allem nachdem bereits einige Durchläufe absolviert wurden.

Lieutenant hat zwar eine angenehme und relativ gute Stimme, die allerdings nicht aus dem Gros der Rock-Sänger herausragt. Durchschnittlich gut reicht halt nicht für höhere Weihen. Dass hier dennoch Profis am Werk waren, ist bei jedem Ton greifbar. Allerdings laufen die Titel allzu routiniert hintereinander weg, so dass in der Summe nicht wirklich viel übrig bleibt. Bassisten, bleibt bei euren Saiten!

Anspieltipps:

  • Belle Epoque
  • Lift The Sheet

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