Tubbe - Keine Arbeit Lieber Tanzen - Cover
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Tubbe Keine Arbeit Lieber Tanzen


  • Label: Audiolith/Broken Silence
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Popmusik im Elektro-Gewand, die sich bisweilen in zu monotonen Beats verliert.

Popmusik mit elektronischen Elementen ist jetzt keine neue Erfindung. Wenn die Musik in Teilen dann aber fast schon an Schlager bzw. Liedermachermusik erinnert, kann man schon mal hellhörig werden. Alle diese Facetten finden sich in den Songs der Band Tubbe wieder. Dahinter stecken Klaus Scheuermann und Steffi Jakobs, die seit 2010 zusammen Musik machen. Bis zum ersten Album dauerte es dann allerdings ganze drei Jahre, 2013 wurde „Eiscafé Ravetto“ veröffentlicht. Weitere drei Jahre müssen die Fans zum Glück nicht auf eine neue Scheibe warten, denn schon jetzt kommt der Nachfolger „Keine Arbeit Lieber Tanzen“ auf den Markt. Und auch der bietet dem Hörer wieder den gewohnten Tubbe-Sound, mal auf Deutsch, mal auf Englisch.

Auch „Keine Arbeit Lieber Tanzen“ legt Wert auf tanzbare Songs. So geht es mit „Sechzehn Zwerge“ dann auch direkt gut los. Ein heller Elektrobeat dominiert, unterlegt mit leichtem Schlagzeugspiel, das ab und zu kraftvoll ausbricht. Dabei gönnt sich der Song lange instrumentale Passagen, die immer wieder von Steffis Gesang aufgepeppt werden. Ein super Auftakt, der Lust auf mehr macht und direkt in „Punkopa“ übergeht. Ein flotter Song mit einer einprägsamen Hook, bei der Torsun von Egotronic die Band unterstützt.

Danach folgen mit „Summer Back“ und „Good Days“ zwei Stücke, die leider lange nicht so gut sind wie die ersten beiden. Es passiert nicht viel, beide Tracks laufen in melancholischer Atmosphäre ohne große Überraschungen in einem durch. „Dummheit sticht Armut“ ist dann wieder besser, weil abwechslungsreicher und fröhlicher. Leider zünden die restlichen Songs dann aber irgendwie nicht so richtig. Auch hier passiert einfach zu wenig, von Gesang zu Refrain gibt es kaum eine Veränderung („Tagelöhner“, „Betonmeer“). Dass die Musik stellenweise nach Liedermachermusik klingt, funktioniert zwar in einigen Songs echt gut, kann aber manchmal auch nerven („In Berlin“).

Insgesamt gibt es auf der einen Seite also gute Songs, die mal fröhlich, mal nachdenklich sind. Auf der anderen Seite sind auf dem Album auch langsamere und monotonere Stücke, die aufgrund fehlender Abwechslung drohen, ganz schnell langweilig zu werden. Deshalb ist „Keine Arbeit Lieber Tanzen“ alles in allem ein Werk mit Licht und Schatten.

Anspieltipps:

  • Sechzehn Zwerge
  • Punkopa
  • Dummheit Sticht Armut

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