Rebecca Ferguson - Lady Sings The Blues - Cover
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Rebecca Ferguson Lady Sings The Blues


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit gecoverten Songs von Billie Holiday begibt sich Rebecca Ferguson zum dritten Mal mit einem Album an den Start.

Nach zwei vergeblichen Casting-Show-Anläufen hatte sich Rebecca Ferguson (28) in der siebten Staffel der britischen Ausgabe von „The X Factor“ endlich durchgebissen. Sie erreichte Ende 2010 vor der Band One Direction den zweiten Platz und erhielt als Belohnung einen Plattenvertrag mit Sony Music. Es folgten zwei Longplayer, die sich jeweils in den englischen Top 10 platzieren konnten sowie neun Singleauskopplungen, verteilt über ganz Europa, von denen vier in Fergusons Heimat allerdings als kapitale Flops bezeichnet werden müssen.

In Bezug auf die Verkaufszahlen fällt bei der Sängerin, genau wie bei den meisten anderen Casting-Show-Teilnehmern, auf, dass diese schon bei der zweiten Album-Veröffentlichung gnadenlos in den Keller rauschen. So erreichte „Freedom“ (12/2013) geschätzt nur noch 25 Prozent der Verkäufe von „Heaven“ (12/2011). Und auch das neue Projekt von Rebecca Ferguson verspricht eher Reputation anstatt kommerzielle Quantensprünge. Denn die 28-Jährige hat sich, inspiriert vom 1956er „Lady Sings The Blues“-Album der Jazz-Ikone Billie Holiday, ein ganzes Bündel Songs der im Jahr 1959 verstorbenen Jazzsängerin vorgenommen und neu interpretiert.

Das Projekt bekam kurzerhand den Titel „Lady Sings The Blues“ und wurde in den berühmten Capitol Studios in Los Angeles zusammen mit dem Produzenten Troy Miller (Rumer, Laura Mvula, Amy Winehouse) eingespielt. Mit dem Album bekommt Rebecca Ferguson nun die Möglichkeit, noch einmal zu beweisen, warum sie schon in jungen Jahren mit den ganz großen Stimmen des Jazz, R&B und Soul verglichen wurde. Und schon die ersten Töne machen klar, dass Fergusons Organ wahrlich prädestiniert ist für den amerikanischen Sound der 50er Jahre.

Zum bevorstehenden 100. Geburtstag von Billie Holiday erklingen nun Klassiker wie „Blue moon“, „Summertime“, „Stormy weather“, „Embraceable you“ oder auch „All of me“ in authentisch-erhabenen Orchesterklängen, verbunden mit einer Stimme, die nicht versucht, die Originale zu kopieren, sondern behutsam nachzuempfinden. Dies gelingt der Sängerin ohne Fehl und Tadel, auch wenn sie nach Robbie Williams und Lady Gaga, um nur zwei Kollegen zu nennen, nicht die Erste ist, die sich an Swing- und Jazz-Klassikern versucht. „Lady Sings The Blues“ ist allerdings kein Versuch, sondern eine gelungene Verneigung vor Billie Holliday.

Anspieltipps:

  • All of me
  • Summertime
  • Stormy weather
  • God bless the child
  • What is this thing called love
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