Carnival Youth - No Clouds Allowed - Cover
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Carnival Youth No Clouds Allowed


  • Label: Popup Records/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Dynamischer Indie-Pop aus Lettland, der kaum aus der Masse herausragt.

Lettland ist zwar kein schwarzer Fleck auf der popmusikalischen Landkarte, doch über eine Flut an Veröffentlichungen aus dem nordeuropäischen Staat kann auch nicht geklagt werden. Umso erfreulicher, dass Carnival Youth die lettische Fahne hochhalten und nach ihrer Debüt-EP „Never Have Enough“ nun ihren ersten Langspieler vorlegen. Wobei sie die Songs der EP hier ein weiteres Mal verwerten, aber das machen andere Interpreten genauso.

Carnival Youth setzen sich aus dem Brüderpaar Edgars (Gitarre, Gesang) und Emils Kaupers (Schlagzeug) sowie Aleksis Lurins (Bass, Gitarre) und Roberts Vanags (Keyboards) zusammen. Das Konzept auf „No Clouds Allowed“ folgt ihrer EP, sie verweben Rhythmus- und Melodiestrukturen und stecken das Feld zwischen Of Monsters And Men und Arcade Fire ab. Dabei geben sie wieder dynamische Titel zum Besten, agieren jedoch auch etwas verhaltener, so z.B. in „Moonboy“, „Tree By Tree“ und „Seasons“.

Leider lassen Carnival Youth auch auf dem Langspieler Eigenständigkeit und Originalität vermissen. Vielleicht treten jene Attribute auf der Bühne eher hervor, denn das Konzertpublikum ist durchaus angetan vom dynamischen Indie-Pop der Letten. Der ist auch bei den Studioaufnahmen perfekt in Szene gesetzt und die glasklare Produktion tut ein Übriges.

Wirklich überzeugen können die Nordländer nicht, denn sie ragen aus der Masse an Veröffentlichungen kaum heraus. Es macht zwar Spaß, den Titeln zu lauschen, doch die Begeisterung bleibt mit zunehmender Spieldauer auf der Strecke. Das hat man alles schon einmal gehört, wobei beinharte Anhänger des dynamischen Indie-Pop sicherlich nicht enttäuscht sein werden. Ganz abschreiben wollen wir das Quartett noch nicht, denn ihr Handwerk verstehen die Letten und das Talent ist vorhanden.

Anspieltipps:

  • Never Have Enough
  • Moonboy
  • Seasons

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