Megora - Burning Empire - Cover
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Megora Burning Empire


  • Label: Saol/H'ART
  • Laufzeit: 58 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Viele Killer, genauso viele Filler.

So 'n Metal-Ding: Da wird 'ne Band im Jahre 1990 gegründet, haut zwei Demos raus, veröffentlicht 1994 ihr Debüt und dann gibt es abgesehen von weiteren Demos und EPs erst mal 20 Jahre gar nichts mehr. Das ist fast schon nicht mehr ungewöhnlich, wenn auch glücklicherweise alles andere als die Regel. Megora aus der Schweiz gehören jedenfalls zu dieser Art Band und melden sich nach einer Ewigkeit wieder zurück. Ob die Fans geblieben sind? Wer weiß das schon. An Auftritte im Jahre 1994 oder mit Overkill drei Jahre später, werden sich nur die wenigsten erinnern. Finanzielle Engpässe zwangen die Band dann im Jahre 2002, vorerst das Handtuch zu werfen. Und ja: Das ist scheiße! Alleine deshalb sollte der Langhaarige Megora anno 2015 eigentlich unterstützen. Immerhin geben sie mit „Burning Empire“ einen Grund.

Doch was steckt hinter Megoras zweitem Werk? „Burning Empire“ ist eines dieser Alben, die vielversprechend, ja sogar richtig fantastisch beginnen und leider viel zu früh abbauen. Mit einem Opener wie „These Are The Things We Hate“ setzen die Schweizer die Messlatte zumindest hoch und können sie leider kaum halten. Gerade das ist im Falle Megoras wirklich schade, da ein zumindest ansatzweise konstantes Niveau ihr „Burning Empire“ zum echten Hit gemacht hätte. In seiner finalen Form mischen sich im brennenden Imperium aber Killer und Filler - auf jedes grandiose „=“ oder „Felskinn“ kommt auch eine weniger spektakuläre Nummer wie „Born To Pay“ oder „Bad Karma“. Bei einer üppigen Spielzeit von 58 Minuten hätten Megora gut daran getan, das alles zu entschlacken. Sicher lieben die vier Musiker jedes ihrer Babys gleich viel, aber viel zu oft wiederholen sie sich, bleiben zu routiniert, zu unspektakulär und lassen den großen Knall schmerzlich vermissen.

Vielleicht klingt das alles ein wenig härter, als es in Wahrheit ist. Denn ein wirklich schwaches Album ist „Burning Empire“ auch nicht. Im Gegenteil: Megora jonglieren munter mit den Stilen und wissen diese auch gut miteinander zu verbinden. Rüpelhafter Metal trifft nicht nur auf leicht thrashige Momente, sondern sogar auf Alternative und angepissten Stoner Rock. Auch die Musiker selbst wissen genau was sie tun. Nur fehlt am Ende der Funke, welcher einfach nicht überspringen will. Halten wir es am besten kurz: Megoras „Burning Empire“ ist ein Album, welches sich Metal-Experten und -Kenner durchaus mal antun sollten (Wissenslücken füllen und so...), welches Otto Normal aber kaum benötigt, wenn es da draußen mit Pantera oder späten 'tallica „naheliegendere“ Alternativen gibt.

Anspieltipps:

  • These Are The Things We Hate
  • =
  • Felskinn

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