Thunder - Wonder Days - Cover
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Thunder Wonder Days


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die typischen Thunder – nicht mehr, nicht weniger, aber mehr als genug!

Sechs Jahre ohne ein neues Album der britischen Hardrock-Macht Thunder sind eine lange Zeit und da sich die Jungs nach der Auflösung im Jahre 1999 erneut trennen wollten, war es für die treuen Fans (Thunder Channel) auch eine Zeit des Bangens. Aufgrund ungeklärter Fronten und Konzerte, die weiterhin gespielt wurden, war die Zeit nochmal verwirrender. Die Ankündigung vom zehnten Longplayer „Wonder Days“ kommt einer regelrechten Erlösung gleich. Und viel hat sich nicht geändert im Hause Thunder. Gitarrero Ben Matthews setzte während der Aufnahmen zwar aus, konnte sich aber immerhin von seinem Tonsillenkarzinom erholen, was die zusätzliche Arbeit von Luke Morley mehr als verkraftbar macht. Ansonsten gilt der alte Spruch „Never change a winning team“.

Nach sechs Jahren Abstinenz sind Thunder also zurück und es hat sich so ziemlich gar nichts geändert. Und das ist auch verdammt gut so, denn immerhin gehören Thunder zu dem Schlage Band, die man eigentlich gar nicht anders als gewohnt haben will. „Wonder Days“ macht da keine Kompromisse und tischt den Fans der Briten ein ganzes Buffet an Comfort Food auf. Was uns erwartet, ist somit klar: Wunderbarer klassischer Hardrock, melodische AOR-Sounds, eine definitiv druckvolle Produktion und alles klingt von Anfang bis Ende immer noch so frisch wie ein Frühlingsmorgen. An Ecken und Kanten stößt man sich nur und wofür braucht es solche, wenn das Konzept zeitlos und vielleicht sogar zeitloser denn je ist? Schon der Titeltrack bietet die gewohnten Trademarks, schmissige Stadionrocker der Marke „The Prophet“, „The Thing I Want“ und das ultra-klassische „I Love The Weekend“ gehen zwar auf Nummer sicher, machen das, was sie machen aber wirkungsvoll und spaßig. Hymnen wie „When The Music Played“ oder „Resurrection Day“ sind dann AOR-Schinken der schönsten Sorte und erinnern/beweisen in ihrer Eingängigkeit und Dynamik, warum die Fans Thunder lieben.

„Broken“ ist genau die Ballade, welche man von Thunder erwartet. Locker, flockig und auf angenehme Art und Weise kitschig - so was darf einfach nicht fehlen. Mit „The Rain“ wagt man sich in eine folkig-poppige Ecke und „Serpentine“ setzt nochmal flugs ein Häkchen hinter der Kategorie „Retrogressiver Hardrock“. Check, check: Alles ist da und alles wahrscheinlich auch so, wie es sich Fans und Band vorgestellt haben. „Wonder Days“ spielt (ganz wertfrei) in seiner eigenen Liga und möchte auch nur mit seinen älteren Geschwistern verglichen werden. Ob es nun besser oder schlechter ist, ist natürlich eine vollkommen subjektive Geschichte. Fest steht jedoch, dass Thunder ihrer Linie treu bleiben und zum zehnten Mal ein Werk veröffentlichen, das keine neuen Wege geht, in seiner Machart aber immer noch höchst vergnüglich ausgefallen ist. Und genau das ist am Ende die allergrößte Stärke der Briten.

Anspieltipps:

  • The Thing I Want
  • The Prophet
  • Resurrection Day
  • When The Music Played

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