SoKo - My Dreams Dictate My Reality - Cover
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SoKo My Dreams Dictate My Reality


  • Label: Because Music/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Soko auf dem 80s-Trip. The Cure lassen schön grüßen!

Als gut beschäftigte Schauspielerin ist es für die Französin Stéphanie Alexandra Mina Sokolinski alias SoKo (28) durchaus eine starke Leistung, jetzt, drei Jahre nach ihrem Album-Debüt „I Thought I Was An Alien“ (03/2012), ihr Zweitwerk „My Dreams Dictate My Reality“ präsentieren zu können. Schließlich arbeitete sie zwischendurch noch an den aktuellen Alben von Ariel Pink und Theophilus London mit und absolvierte u.a. eine Tournee durch Europa.

Für die Produktion ihres zweiten Albums hat sich die Sängerin und Songschreiberin einen sehr speziellen Partner ausgesucht, der ihre düster-morbiden Indie-Popsongs in Form gießen sollte: Den Metal-Produzenten Ross Robinson (Korn, Slipknot, Deftones, Sepultura, Soulfly, Norma Jean). Eine sicher nicht alltägliche Wahl. Für beide Seiten. Doch umso spannender dürfte das Ergebnis der ungewöhnlichen Kollaboration ausgefallen sein, so die Theorie. In der Praxis scheint der Auftrag an Ross Robinson gewesen zu sein, die Französin so stark wie möglich an den mit viel Hall produzierten Wave-Pop im Stil der 80er Jahre klingen zu lassen („Ocean of tears“, „My precious“).

Dadurch liegt mit „My Dreams Dictate My Reality“ ein Album vor, das stilistisch gar kein großes Wunder darstellt, wenn man wie SoKo The Cure zu seinen Lieblingsbands zählt und mit Ross Robinson einen Produzenten ausgewählt hat, der vor langer Zeit auch schon ein Album von The Cure betreute („The Cure“ aus dem Jahr 2004). Der aus dieser Liaison resultierende Indie-Wave-Goth-Pop in Verbindung mit dem prägnanten französischen Akzent der 28-Jährigen ergibt einen mitunter recht abenteuerlichen Ritt in die Vergangenheit, bei dem songwriterische Schwächen mit Atmosphäre ausgeglichen werden.

Dieser Achtziger-Jahre-Exkurs erinnert streckenweise an SoKos Kollegin Lorde, nur mit dem Unterschied, dass die Neuseeländerin als angesagt und cool gilt, während sich SoKo weitgehend bemüht zeigt und die Vorschusslorbeeren ihres Debüts auf „My Dreams Dictate My Reality“ nicht einlösen kann.

Anspieltipps:

  • Lovetrap
  • Monster love
  • Ocean of tears
  • My dreams dictate my reality

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