Diverse - Immortal Randy Rhoads: The Ultimate Tribute - Cover
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Diverse Immortal Randy Rhoads: The Ultimate Tribute


  • Label: UDR/WEA
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Tolles Songmaterial, miserable Produktion und die Suche nach dem Sinn.

Randy Rhoads gehört zu den Legenden des Heavy Metal und Hardrock. Er gründete die Band Quiet Riot und wechselte später, nach zwei Alben mit Quiet Riot, als Lead-Gitarrist zu Ozzy Osbourne, der bei Black Sabbath rausgeflogen war und eine Solokarriere startete. Er war auf den legendären Ozzy-Alben „Blizzard Of Ozz“ (1980) und „Diary Of A Madman“ (1981) zu hören, bevor er am Morgen des 19. März 1982 auf tragische und leichtsinnige Weise bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Jetzt wird dem viel zu früh, im Alter von 26 Jahren verstorbenen Ausnahmegitarristen ein Denkmal gesetzt. Auf „Immortal Randy Rhoads: The Ultimate Tribute“ wurden elf Songs zusammengetragen, die sinnbildlich für das Gitarrenspiel des Kaliforniers stehen und an deren Kompositionen er beteiligt war. Eingespielt wurden die Stücke von namhaften Musikern des Hardrock- und Heavy-Metal-Zirkus, wie Vinny Appice (u.a. Black Sabbath), Ripper Owens (u.a. Judas Priest), Bob Kulick (u.a. KISS), Gus G. (u.a. Ozzy Osbourne), Tom Morello (u.a. Rage Against The Machine), Serj Tankian (u.a. System Of A Down), Alexi Laiho (u.a. Children Of Bodom), Doug Aldrich (u.a. Whitesnake) und Chuck Billy (u.a. Testament).

Auf dem Papier klingt das Ganze gut, doch sind wir mal ehrlich: Coverversionen, egal aus welchem Grund, benötigt so gut wie niemand. Denn in neun von zehn Fällen sind die Originale einfach unerreichbar. Das wird im Fall von „Immortal Randy Rhoads“ leider auch wieder allzu deutlich. Mit dem großen Ozzy-Osbourne-Hit „Crazy train“ wird der Sampler eröffnet und es fällt sofort der dumpfe, verwaschene Sound auf, aus dem die wie Kermit der Frosch quäkende Stimme von Serj Tankian herausragt. Dass die Gitarre dazu von Tom Morello bedient wird und Vinny Appice das Drumkit vermöbelt: Who cares? Und überhaupt: Der Toningenieur und hoffentlich nicht Produzent Bob Kulick, der für den Bass-Sound zuständig war, müsste im Nachhinein noch erschossen werden!

Natürlich sind oben genannte Musiker, genau wie ihre Kollegen, Meister ihres Fachs, aber dies macht den Kohl auf „Immortal Randy Rhoads“ nur selten fett. So ist Ripper Owens auch weiterhin einer der meist unterschätzten Sänger des Heavy Metal, wie seine guten Vorstellungen in „Over the mountain“, „Suicide solution“, „I don’t know“, „Flying high again“, „Goodbye to romance“, „Killer girl“, „Believer“ und „S.A.T.O.“ deutlich machen. Auch das kraftvolle Organ von Chuck Billy („Mr. Crowley“) kann überzeugen. Doch wenn aus der Klangsoße weiterhin nur röchelnde Bässe zu hören sind, geht die Lust flöten, die Ohren nach den Leistungen der Gitarristen offenzuhalten. Und damit verpufft leider auch dieser gewiss gutgemeinte Tribut an einen ehrwürdigen Gitarristen irgendwo auf halber Strecke.

Anspieltipps:

  • Believer
  • Suicide solution
  • Flying high again
  • Over the mountain
  • Goodbye to romance
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