The Feather - Invisible - Cover
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The Feather Invisible


  • Label: Jaune Orange/CARGO
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Federleicht, verträumt und kunstsinnig. Zwischen Folk- und Art-Pop.

Der Belgier Thomas Medard ist Sänger und Gitarrist von Dan San. Mit The Feather startet er nun ein Nebenprojekt - oder besser: Soloprojekt, denn er hat diverse Gitarren, Piano, Synthies, Bass, Klarinette, Percussion, Glockenspiel etc. selbst eingespielt. Hierfür hat er seinen Dachboden zu einem Homestudio umgebaut, zudem hat er dieses Debütalbum auch selbst aufgenommen, gemixt und produziert. Bereits vor der Veröffentlichung wurde die Live-Tauglichkeit von The Feather beim Festival Dour, bei der Canadian Music Week, Nuits Botanique und Les Ardents überprüft. Beim Dour Festival wurden The Feather 2014 zum ‚Artist Of The Year‘ gekürt.

Thomas Medard spielt als The Feather Folk-Pop in all seinen Variationen und legt dabei viel Wert auf die Arrangements und die Singstimmen. Die seinige ist zwar keine Ausnahmeerscheinung, bringt jedoch Feingefühl und eine zurückhaltende Ausdruckskraft ins Spiel. Sie wird wiederholt von Chorstimmen flankiert und gemeinsam erzeugen sie in manchen Passagen eine Erhabenheit, wie wir sie von den Fleet Foxes, Kings Of Convenience und neuerdings von Dos And Dust kennen, oder werden kunstsinnig in Szene gesetzt wie es etwa bei Grizzly Bear der Fall ist. Die Arrangements sind einerseits verträumt-melodisch, andererseits dem Art-Pop zuzurechnen. Hierbei kommt einem auch Midlake in den Sinn,

Im Gesamten dürfen wir hier zwölf Titeln lauschen, die uns kunstfertig arrangierten Folk-Pop bieten. Dabei weht einem wiederholt der mehrstimmige Gesang ins Ohr, der sich förmlich an die Seele schmiegt und Traumbilder produziert. Manchmal tönen die Songs geradezu märchenhaft oder verschwimmen, werden unsichtbar und so dem Albumtitel „Invisible“ gerecht. Oder sie kommen federleicht daher und der Interpreten-Name The Feather ergibt Sinn.

So ganz kann die Platte über die Albumlänge von 52 Minuten nicht bestehen, oftmals driftet der Zuhörer weg vom Geschehen, weil manches zu gleichförmig daherkommt bzw. der Spannungsbogen verlorengeht. Vielleicht ist dies dem Alleingang von Thomas Medard geschuldet. Dennoch beschert er uns einen allemal hörenswerten Langspieler, der vor allem für die verträumten Stunden taugt.

Anspieltipps:

  • What If
  • Invisible
  • Rays
  • Perfect Storm

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