Eels - Royal Albert Hall - Cover
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Eels Royal Albert Hall


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 180 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein opulentes Set aus zwei CDs und einer DVD: Die Eels live in London.

Mit dem im April 2014 veröffentlichten „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett“-Album, begaben sich Mark Oliver Everett alias E und seine Band auf eine 53 Stationen umfassende Welttournee. Am 30. Juni 2014 waren die Amerikaner zu Gast in der ehrwürdigen Londoner Royal Albert Hall und nutzten die Gelegenheit für einen Mitschnitt, der nun als opulentes Set aus zwei CDs und einer DVD vorliegt. Und zwar ausdrücklich als Gesamtpaket. Eine getrennte Veröffentlichung zum doppelt Kasse machen ist nicht geplant.

Der Auftritt in der englischen Hauptstadt, den E als „Gentlemen’s Eels Concert“ bezeichnet, weil seine Band nicht wie früher in runtergerockten Trainingsanzügen auf der Bühne stand, sondern ordentlich mit Anzug und Krawatte, wurde von einem Dutzend Kameras gefilmt und verbindet erstmals die Songs des aktuellen Studioalbums mit den zahlreichen Klassikern aus 19 Jahren Eels-Geschichte. Als die Eels das letzte Mal in der Royal Albert Hall spielten, hatten sie ein ganzes Streichorchester im Schlepptau. Dieses Mal reduziert sich das Geschehen auf der Bühne auf E, The Chet, Royal Al, P-Boo und Knuckles, die einen entspannt-gediegenen Gig hinlegen, der auch ohne Streichorchester maximalen Anti-Rock bietet.

Im Zusammenhang mit diesem Ambiente ist es fast verwunderlich, dass nicht auch die Konzertbesucher gebeten wurden, in Kleidern und Anzügen zu erscheinen. Denn bis auf die launigen Ansagen Everetts ist der Eels-Auftritt in der „Royal Albert Hall“ mit dem eines Kammerorchesters zu vergleichen, das seine Streich- und Blasinstrumente gegen die einer Rockband tauschen musste und nun das Beste aus der Situation machen soll. So wird es nur selten etwas lauter und rockiger. Doch dem britischen Publikum scheint es zu gefallen. Und in der Tat: Hat sich der Hörer erst einmal an die tiefenentspannte Atmosphäre gewöhnt, ist er endgültig in der schrulligen Welt der Eels angekommen und kann sich zurückgelehnt durch die musikalische Geschichte der Band treiben lassen.

Anspieltipps:

  • Parallels
  • Flyswatter
  • I like birds
  • Fresh feelings
  • It’s a motherfucker
  • My beloved monster
  • A daisy through concrete
  • Can’t help falling in love
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