Cosmono - Mountains And Craters - Cover
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Cosmono Mountains And Craters


  • Label: Klaeng Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Electronica mit BritPop- und Grunge-Versatzstücken.

Frank Schönhofer ist ein Kölner Produzent und Songwriter. Unter dem Namen Cosmono hat er nun sein Debütalbum veröffentlicht. Bereits mit 12 Jahren erlernte er das Gitarre spielen und entdeckte dabei BritPop und Grunge. Einige Jahre später absolvierte er ein Studium an der Hochschule für Musik in Köln. Nebenbei versuchte er sich am Programmieren von Computerspielen und an Audiosoftware in der digitalen Welt. Schließlich begann er im Jahr 2009 Songs zu schreiben und erste Konzerte zu geben.

Auf „Mountains And Craters“ standen ihm Tobias Hoffmann (Gitarren), Ralf Gessler (Schlagzeug) sowie Tobias Christl, der Gesang beisteuerte, zur Seite. Frank Schönhofer selbst bediente Bass, Synthesizer, Electronics und sang. Er hat alle Songs geschrieben, das Album produziert und abgemischt. Ein Allroundtalent, dem es als Kind der Neunziger mühelos gelingt, analoge und digitale Welten zu verbinden.

Als Sänger kehrt Cosmono eine weiche, sanfte Seite hervor, die irgendwo zwischen Markus Acher (The Notwist) und Elliott Smith anzusiedeln ist. Wo das Promo-Info recht hat, hat es nun mal recht. Zudem versteht es Cosmono, die Grenzen von analog und digital zu verwischen. Die Klänge fließen förmlich mit- und ineinander. Die Titel selbst sind fein komponiert, es sind richtige Songs, die mit Elektro-Folk und -Pop einem Genre zuzuordnen sind, aber auch die Freiheit des Jazz atmen, ohne dabei Jazz zu sein. Selbst Dubstep ist ein Bezugspunkt.

An den Melodien kann durchaus eine BritPop-Affinität („Farside“, „Olympus Mons“, „We Won’t Fall“) herausgehört werden, wobei sie befreit von jeglichem Ballast sind. Vielmehr werden sie zurückgenommen, dennoch vielschichtig inszeniert. Aus „Waiting“ ist die Grunge-Sozialisation von Frank Schönhofer herauszuhören, hier werden Klangberge erklommen und errichtet. BritPop-Melodie, Grunge-Rhythmus und Electronics werden in „Both My Hands“ geschickt miteinander verwoben.

In einigen Passagen wirkt das Album noch nicht ganz ausformuliert, der überwiegende Teil jedoch ist ansprechender Natur. Menschen, die sich vorstellen können, dass The Notwist, Elliott Smith, Death Cab For Cutie und This Void mit Jon Hopkins, James Blake und Nosaj Thing kollaborieren, sollten Cosmono Gehör schenken.

Anspieltipps:

  • Farside
  • Waiting
  • We Won’t Fall
  • Traveling Time

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