Soundtrack - Furious 7 - Cover
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Soundtrack Furious 7


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Paul Walker alias „Brian O'Conner“ ist tot. „The Fast & The Furious“ machen dagegen weiter wie bisher.

Die PS-süchtige Kinogemeinde fiebert dem 2. April entgegen. Dann startet der siebte Teil der „Fast & Furious“-Reihe, der mit einem Budget von 250 Millionen Dollar den stetig wachsenden Erfolg des Action-Franchise fortsetzen soll. Es ist der letzte „Furious“-Film mit Paul Walker, der am 30. November 2013 im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall getötet wurde. Zu dieser Zeit liefen bereits die Dreharbeiten zu „Furious 7“ und Walker hatte ungefähr die Hälfte seiner Szenen abgedreht.

Regisseur James Wan beriet sich daraufhin mit den Verantwortlichen von Universal Pictures und stellte den Film mit einem abgewandelten Script fertig. Ein Ende der Reihe ist allerdings auch ohne die integrale Figur des Paul Walker in der Rolle des „Brian O'Conner“ nicht angedacht. Läuft „Furious 7“ weltweit so gut wie die Teile vier bis sechs, geht es mit dem PS-Gebrüll auf der Leinwand weiter. Und daran angeknüpft sind wie immer die hippen Soundtracks im Fahrwasser, die sich inzwischen im HipHop/Rap- und R&B-Segement eingegroovt haben.

Hier bildet auch „Furious 7“ keine Ausnahme. Mit einer Stunde Vollgas und exklusiven Tracks einiger der angesagtesten Black-Music-Stars wie Wiz Khalifa, Kid Ink, Young Thug und Tyga geht der Soundtrack auf Hörerfang und bietet dabei Boxen-Tuning galore. Denn mit den dominierenden Bässen als V8-Ersatz fühlen sich selbst die Fahrer eines 3er BMWs oder Golf GTI wie hinter dem Steuer eines 1970er Chevrolet Chevelle oder Dodge Charger. Dabei haben die Macher darauf geachtet, dass der Soundtrack zum einen international funktioniert und zum anderen nicht nur Black-Music-Fans auf ihre Kosten kommen.

So wird die fast schon erdrückende Rapper-Armada in der Tat einigermaßen in Schach gehalten und vermeintliche Bollermänner wie „How bad do you want it (oh yeah)“, „Off-set“ und „Turn down for what“ im Dirty-South-Style hier und da ausgebremst. In solchen Fällen trifft Euro-Dance („My angel“) auf Latin-Pop („Ay vamos“, „Meneo“) und der allgegenwärtige David Guetta macht aus einem Van-Halen-Riff-Sample einen knatternden Techno-Song („Blast off“). DJ Shadow wirft „Six days“ in den Remix-Wolf, „GDFR” taucht im Noodles-Remix in die Electro-Abteilung ab und Skylar Grey serviert mit „I will return“ eine finale Schmachtballade, zu der im Kino die Taschentücher herausgefummelt werden. Auf diese Weise erfüllt der Soundtrack zu „Furious 7“ zwar seine Zwecke, allerdings ohne zu begeistern. Wichtiger sind eh die Motorengeräusche, coole Sprüche und die Action.

Anspieltipps:

  • Meneo
  • Ride out
  • I will return
  • How bad do you want it (oh yeah)
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