VDELLI - Higher - Cover
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VDELLI Higher


  • Label: Jazzhaus Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Portion mehr Rock schadet dem Australischen Trio in keinster Weise.

Nach dem überaus gelungenen Album „Never Going Back“ aus dem Jahre 2013 legen die Australier um Namensgeber Michael Vdelli nochmals eine Schippe Rock auf ihren ohnehin schon durch Hardrock-Anleihen gewürzten Blues drauf und das weiß zu gefallen.

Das knapp vierzigsekündige Intro „Don’t Know How I Got Here“ wirkt zwar etwas unausgereift und auch der Übergang zum ersten richtigen Song „Catatonic“ erscheint irgendwie abrupt. Dieser harte Rocker setzt sich allerdings direkt im Gehörgang fest und zeigt wo es auf diesem Album langgeht. „Feline“ folgt diesem Muster und hat leichte Anleihen ihrer Landsmänner von AC/DC. „Higher“ und „I Can’t Cover You Forever“ bedienen sich deutlich am Alternative-Rock, wobei letzteres Lied abermals deutlich härter zur Sache geht. Hier zeigt sich auch, dass diese Songs bestens zur tiefen und kratzigen Stimme Vdellis passen.

Mit „Dark And Lonely Place“ folgt eine Akustikballade, die allerdings nicht direkt als solche zu erkennen ist. Statt eines Liebeslieds gibt es einen Zwischenbericht über den mentalen Zustand der Hauptfigur des Textes. Mit coolem Riff und lässigem Groove entpuppt sich „Dark And Lonely Place“ zu einem der vielen Highlights. „High Hopes“ und „Tell Me Tonight“ rollen und grooven heavy und bluesig und erinnern vom Gesamtsound etwas an ZZ Top, wenn diese mehr als ein Riff zur Verfügung hätten.

„My Baby Does It Better“ und „The Only“ nehmen wieder an Fahrt auf, begeistern trotzdem mit ihrem Groove und der, wenn auch womöglich für manche gewöhnungsbedürftigen, Stimme des Sängers. Über das ganze Album merkt man, dass Michael Vdelli und seine Mitstreiter Ric Whittle am Schlagzeug und Leigh Miller am Bass nur so vor Spielfreude strotzen. Dass kein Song die Vier-Minuten-Marke knackt, stört überhaupt nicht. Das Album ist kurz und knackig und weckt Lust, das Trio auch live zu sehen.

Mit „Alive Again“ und seinem an Rage Against The Machine erinnernden Hauptriff endet das Album wie es angefangen hat: heavy und kompromisslos. In Zeiten von Streaming und Downloads sei gesagt, dass das Album mit coolem Artwork im Digipack optisch überaus wertig aufgemacht ist.

Anspieltipps:

  • Catatonic
  • I Can’t Cover You Forever
  • Dark And Lonely Place
  • Tell Me Tonight
  • My Baby Does It Better
  • The Only
  • Alive Again

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