Black Rainbows - Hawkdope - Cover
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Black Rainbows Hawkdope


  • Label: Heavy Psych Sounds
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn ein Album über Titel wie „The Cosmic Picker“ verfügt, ist die Frage nach dem Genre nur noch eine rhetorische.

Eine Vereidigung von Rock-Bands kann sich durchaus episch vorgestellt werden. Von Größen des Dies- und Jenseits bis hin zu Donnergott Thor gibt es genug Namen, die für kernige Gitarrensounds stehen. Zwar sind Black Rainbows keine Metal-Band, doch der Stoner-Rock hat eine ähnliche Grundanforderung. Wenn es nicht psychedelisch wie bei Queens Of The Stone Age oder authentisch à la Wolfmother klingt, dann können ganz schnell die Segel gestrichen werden. Eine Zeremonie vor eben solchen Standards besteht die italienische Band problemlos. Der Hard-Rock der 80er-Jahre ist genauso vertreten wie der Stoner-Geist der Neunziger.

Und so sollen sie fortan als fester Bestandteil ihrer Szene gelten. Aber ob sie auch herausstechen können, ist die viel entscheidendere Frage. Denn auch wenn jede Ära ihre bekannten Stilrichtungen vorweisen kann, erinnern sich später nur wenige an mehr als ein paar prägnante Vertreter. Black Rainbows werden wohl kaum solch ein großer Name werden. Die Ansätze lassen sich vorfinden, sodass „The Prophet“, „No Fuel No Fun“ und „Hypnotize Me With Rock N' Roll“ durchaus das Zeug zu Festival-Lieblingen haben. Sobald das Tempo gedrosselt wird, klingt alles jedoch ein wenig zu gleich.

Dass der Sound sich stark an Vorbildern orientiert, ist dagegen kein Problem, da die Südeuropäer den stilistischen Nagel auf den Kopf treffen. Wo die schnelleren Stücken noch jeweils einen eigenen Dreh einbringen können, kann sich ansonsten nur „Killer Killer Fuzz“ angenehm vom trägen Einerlei abheben. Dazu kommen die zwei überlangen und leider beide überhaupt nicht zündenden Stücke „Hawkdope“ und „The Cosmic Picker“, die den psychedelischen Anteil des Albums als sehr gezwungen erscheinen lassen. An solchen und besagt repetitiven Stellen wünscht man sich als Hörer, dass die Band entweder ihre Stärken besser bündelt oder Vorbild einfach auch mal Vorbild sein lässt. Am Ende hindert die Band sich an vorderster Front selbst daran, einen echten Rockbrocken abzuliefern.

Anspieltipps:

  • The Prophet
  • No Fuel No Fun
  • Killer Killer Fuzz

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