Christina Martin - It´ll Be Alright - Cover
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Christina Martin It´ll Be Alright


  • Label: Tonetoaster/ALIVE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Hier ist Classic-Rock-Radio und während ihr auf die großen Hits von gestern und die Stars von morgen wartet, könnt ihr im Hintergrund Christina Martin genießen.

Was haben Roxette und ABBA gemeinsam? Richtig! Sie scheinen beide die Hauptinspirationsquellen für Christina Martins neues Album darzustellen. Martin will größer klingen als bisher und groß sollte sich bei solchen Zielen keiner Sorgen machen. Die gute Dame war schon vorher eine sehr geradlinig klingende Künstlerin. Die geballte Unschuld des Vorgängeralbums „Sleeping With A Stranger“ musste dafür auf Sound-Ebene überarbeitet werden und genau dort kommen die oben genannten Vorbilder zum Tragen.

Entweder wird versucht, über Pop-Rock und einen Roxette ähnelnden Gesang zu punkten, oder dem Rock wird gleich der Wind aus dem Segel genommen, damit der Pop im Chorus überragen kann. Es wäre ein späteres Roxette-Album, auf welchem Lieder wie „Take Me Back In A Dream“ und „Somewhere With You“ zusammen mit dem Titeltrack erklingen. Und auch ABBA hätten erst später mit „Things You Can't Tell By Looking Her Way“ aufgewartet. Alles wirkt schon so stark durchkonzipiert, als hätte Martin nur noch über die Schablonen singen müssen. Oftmals ist es nur der Country-Einschlag, der überhaupt noch daran erinnert, dass es sich um Christina Martin handelt.

Ganz kurz funkelt eine gewisse Eigenständigkeit durch, wenn „Lines“ und „Puppet Museum“ vom vorgefertigten Tenor des Albums abheben können. Von den schnelleren Nummern gehen leider nicht die nötige Power oder das Fünkchen Charme aus, was sie in höhere Sphären heben könnte. Der Fuß lässt sich auf „It'll Be Alright“ oft genug vorsichtig im Rhythmus bewegen, doch das Bedürfnis, bei diesen Liedern einzustimmen, bleibt äußerst überschaubar. Allein die gefühlvollen Zeilen in „Puppet Museum“ offenbaren, was dem Rest dieses Albums fehlt. Es fehlt an Emotionen und Kraft an den Stellen, die handwerklich vernünftige von inspirierter Musik unterscheiden.

Anspieltipps:

  • Puppet Museum
  • Lines
  • Things You Can't Tell By Looking Her Way

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