Grateful Dead - The Best Of The Grateful Dead - Cover
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Grateful Dead The Best Of The Grateful Dead


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 160 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

50 Jahre Grateful Dead, davon 30 aktive Jahre. Klar, das wird gefeiert!

Auch wenn die aktive Zeit von Grateful Dead „nur“ von 1965 bis 1995 reichte, feiert die Band aus San Francisco in diesen Tagen ihr 50-jähriges Jubiläum. Und sind wir mal ehrlich: So richtig still wurde es um die Rock-Dinosaurier nie. Denn immer wieder wurden aus den Archiven neue Schätzchen auf den Markt gebracht, gab es irgendwo eine Aufnahme in irgendeine Hall of Fame oder wurde in einem Ranking eine Auszeichnung erzielt, die Grund genug für eine weitere Veröffentlichung aus dem reichhaltigen Backkatalog der Band war und ist.

Auf diese Weise können sich die Fans der Grateful Dead bis heute Compilation- und Live-Alben noch und nöcher in die Regale stellen. Und es ist ja wohl klar, dass auch zum 50. Geburtstag der Psychedelic-Hippie-Folk-Prog-Rocker etwas Käufliches angeboten werden muss. Neben Konzertkarten (die verbliebenen Mitglieder haben drei Auftritte angekündigt) und einem Dokumentarfilm mit Martin Scorsese als Executive Producer, dürfte für die Deadheads die x-te „Best Of“-Sammlung aus all den feierlich angebotenen Devotionalien das Produkt sein, das bestenfalls als kalter Kaffee bezeichnet werden kann. Doch vielleicht möchte ja jemand auf kompakte Weise Einblick in das locker zwei Dutzend Studioalben umfassende Schaffen der Band erhalten. Dann eignet sich „The Best Of The Grateful Dead“ mit seinen 32 Songs durchaus als Einstieg.

Die von David Lemieux (seit 2012 bekannt als Herausgeber der Dave’s-Picks-Live-Serie) zusammengestellte Doppel-CD pflügt sich einmal quer durch die 30-jährige Geschichte der Grateful Dead. Angefangen beim 1967er „The Grateful Dead“-Album, bis hin zum finalen Studiowerk „Built To Last“ aus dem Jahr 1989, geht die Reise, die allein in den USA mehr als 18 Millionen Albumkäufer begleiteten. Auf zwei randvollen Discs werden dazu die vermeintlichen Highlights jener Longplayer angeboten (an dem „Erfolg“ ihrer Singleauskopplungen waren Grateful Dead je eher nicht messbar), die in den späten 60er Jahren und im Laufe der 70er Jahre Teile einer Generation fesselten, die keine Probleme mit halbstündigen Songs, exzessiven Improvisationen und einer offen gelebten Kiffer-Mentalität hatte. Dies war vor allem live ein Ereignis, denn ein Song wie „Dark star“, der hier in einer knappen Single-Version vorliegt, zählte zum Beispiel zu den Stücken, die auf der Bühne ins Uferlose gestreckt wurden.

Anspieltipps:

  • Box of rain
  • Touch of grey
  • Terrapin station
  • Uncle John´s band
  • Fire on the mountain
  • The music never stopped
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