Scott Weiland - Blaster - Cover
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Scott Weiland Blaster


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der ehemalige Stone-Temple-Pilots-Fronter kehrt mit einem „haarigen“ Album zurück.

Scott Weiland muss niemandem mehr etwas beweisen. Mit den Stone Temple Pilots und Velvet Revolver verkaufte er über 40 Millionen Platten und darf sich ohne Scham zu den zeitgenössischen Größen des Stoner Rock zählen. Mit einer derartigen Vita rührt sich die eigene Werbetrommel gleich viel lockerer: „Ich wollte ein richtiges Rock-Album machen. Und dann fügte sich alles irgendwie zusammen. Das Album hat einen ganz unverwechselbaren Klang, der aber genauso die Fans von Stone Temple Pilots und Velvet Revolver locken kann. Was wir uns ausgedacht haben ist ziemlich heavy, verführerisch und sexy. Da steckt so einiges drin. Am besten beschreibt man das Ganze als irgendwie 'haarig'".

Mit seinen Wildabouts rotzt Weiland einen mehr als gelungenen Opener hin. „Modzilla“ überzeugt mit dreckiger Gitarre und spannenden Breaks und erfüllt damit zumindest die Attribute verführerisch und sexy. „Way She Moves“ zeigt sich zahmer, lässt das Stoner Rock-Genre hinter sich und groovt angenehm vor sich hin.

Seiner musikalischen Vergangenheit erweist Weiland im weiteren Verlauf der Platte des Öfteren die Ehre. Das wunderbare „White Lightning“ schlägt in dieselbe Kerbe wie „Modzilla“ und kommt dem Werk seiner Pilots zusammen mit dem Opener wohl am nächsten. Darüber hinaus verlässt Weiland bisweilen die ausgetretenen Pfade, um sich mit beschwingten Popsongs am eigenen Haaransatz aus dem Stoner-Schlamm zu ziehen und die Grundstimmung der Platte merklich aufzuheitern. "Blue Eyes" und "Beach Pop" stehen exemplarisch hierfür und wären auf früheren Outputs seiner Bands so wohl nicht möglich und vor allem nicht sinnvoll gewesen.

„Blaster“ ist die logische Weiterentwicklung eines über die Maßen relevanten Musikers unserer Zeit geworden. Die Ausflüge in Happy-Pop-Gefilde mögen Fans der ersten Stunde sauer aufstoßen, verleihen der Platte aber die Abwechslung, die früheren Outputs von Weiland zumeist abging.

Anspieltipps:

  • Modzilla
  • White Lightning
  • Beach Pop

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