Peter Katz & The Curious - We Are The Reckoning - Cover
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Peter Katz & The Curious We Are The Reckoning


  • Label: Fontana North/ALIVE
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Kommerz oder Kunst? Peter Katz geht die Grenzlinie entlang.

Der kanadische Singer/Songwriter Peter Katz ist seit 2005 aktiv und veröffentlichte unter dem Namen Peter Katz & The Curious im Jahr 2007 sein erstes Album „More Nights“. 2010 erschien ohne den Bandzusatz „First Of The Last To Know“ und 2012 „Still Mind Still“. Zudem wurde 2011 das CD/DVD-Package „Peter Katz & Friends: Live At The Music Gallery“ herausgegeben.

Seine neueste Langspielplatte trägt den Titel „We Are The Reckoning“ und ist im Prinzip ein Folk-Pop-Album, das allerdings in vielfältiger Form daherkommt. Katz versucht sich an elektronischen Spielereien (beispielsweise beim Titelsong), behält dabei aber stets den Song im Auge. Soll heißen, dass die digitalen Gimmicks lediglich als Zierrat eingesetzt werden und analoge Instrumente die Melodieführung übernehmen. Dabei sind akustische Gitarren, Piano und selbstverständlich Katz‘ Stimme federführend. Hin und wieder sorgt diverses Schlagwerk für rhythmische Untermalung und der eine oder andere weibliche Gastgesang („Dark“, „Beacon“) veredelt einige der Lieder.

Zumindest „Lay It On Me“ erinnert ein wenig an Nathaniel Rateliff, bei anderen tritt eher der klassische Singer/Songwriter in Peter Katz hervor. Dabei setzt er sich zwischen Paul Simon und Cat Stevens und fabriziert guten, beinahe allzu gefälligen Songwriter-Pop wie in „When The Day Is Done“. Am schönsten gerieten die romantisch-schwelgerischen Balladen „Follow The Way“ und „Beacon“, bei denen Katz‘ Gesang wunderbar in die Melodien eingebettet wird. Leider bilden diese beiden Titel die Ausnahme. Zu oft zielt und schielt er auf ein größeres Publikum und gerät somit wiederholt in seichte Gewässer.

Peter Katz hat sicherlich ein gewisses Format und bestimmte Qualitäten und er probiert auf „We Are The Reckoning“ in einem abgesteckten Rahmen Neues aus. Dennoch kann er damit nicht in Gänze überzeugen, denn manches hört sich nach einem etwas besseren James Blunt an, wohingegen er auch in einigen Passagen an die Kunst eines Nathaniel Rateliff erinnern kann. Peter Katz geht die schmale Grenzlinie zwischen Kommerz und Kunst entlang. Würde er lauter Songs wie „Follow The Way“ und „Beacon“ zum Besten geben, gehörte er zu den Großen seiner Zunft.

Anspieltipps:

  • Lay It On Me
  • Dark
  • Follow The Way
  • Beacon

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