Florence + The Machine - How Big, How Blue, How Beautiful - Cover
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Florence + The Machine How Big, How Blue, How Beautiful


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Ausbruch aus früheren Fantasy-Themen ist eine Verneigung vor der Realität.

Gut 3½ Jahre nach dem letzten Studioalbum „Ceremonials” (10/2011) bzw. drei Jahre nach ihrem „MTV Unplugged“-Werk (04/2012), melden sich Florence Welch und ihre Band The Machine mit neuem Material aus der zwingend notwendigen Pause zurück. Wir erinnern uns: Schon mit ihrem Debüt „Lungs“ (07/2009) sorgte die sechsköpfige Indie-Band aus London für mächtig Furore. Das Album fand sich in fast allen wichtigen Länder-Charts im vorderen Bereich wieder und setzte bis heute mehr als drei Millionen Einheiten ab.

Die Band ging auf ausgedehnte Tourneen rund um den Globus und ihre Songs wurden in TV-Serien und Kinofilmen gespielt. Es breitete sich ein regelrechter Hype aus, der auch mit dem zweiten Longplayer nicht geringer wurde. Florence + The Machine wuchsen in kürzester Zeit zu einem internationalen Pop-Phänomen heran und stellen mit ihrem nun veröffentlichten dritten Werk „How Big, How Blue, How Beautiful“ einen der großen Umsatz-Hoffnungsträger des laufenden Jahres dar.

Aufgenommen unter der Regie von Markus Dravs (Arcade Fire, Brian Eno, Mumford & Sons, Björk, The Maccabees, Coldplay) sowie Kid Harpoon, Paul Epworth und John Hill, ist das im Laufe des vergangenen Jahres entstandene neue Studioalbum eine Symbiose aus live aufgenommenen Instrumenten sowie elektronischen Elementen und damit ein kraftvolles und modernes Rock-Statement geworden, in das sich regelmäßig majestätische Orchesterklänge mischen. Hier stechen vor allem die großartigen Bläser in Stücken wie „Queen of peace“, „Third eye“ oder dem stampfenden Hook-Monster „What kind of man“ hervor.

Bis auf wenige Ausnahmen wie die Balladen „Various storms & saints”, „Long & lost” und „Caught“, in denen sich Florence Welch von ihrer zerbrechlichen und leisen Seite zeigt, ist „How Big, How Blue, How Beautiful“ ein druckvolles Manifest und ein Hurra auf das Leben geworden, auch wenn dieses nicht immer ruckelfrei verläuft. Doch gerade diese Ausbrüche aus der Komfortzone machen dieses Album zu einer klaren Ansage. Es ist der Ausbruch aus früheren Fantasy-Themen und eine Verneigung vor der Realität, die genügend Stoff für gute Songs mitbringt. Dass dabei dann wunderbare Stücke wie „Ship to wreck“ herauskommen, die wie eine Mischung aus Fleetwood Mac und The Killers klingen, ist für den Hörer umso schöner.

Anspieltipps:

  • Delilah
  • Third eye
  • Ship to wreck
  • Queen of peace
  • How big, how blue, how beautiful
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