Vierkanttretlager - Krieg & Krieg - Cover
Große Ansicht

Vierkanttretlager Krieg & Krieg


  • Label: Buback/INDIGO
  • Laufzeit: 32 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Zeigen sich Vierkanttretlager auf „Krieg & Krieg“ ihre eigenen Grenzen auf?

Die gute Nachricht zuerst. Vierkanttretlager haben ihr Gespür für Melodien gefunden. Abgesehen von der Langeweile-Endlosschleife „Jetzt für immer“ rocken sich die Mannen richtig stark durch ein komplettes Album. Allerdings zählt dieses Lob nur für den Großteil der musikalischen Ebene. Sobald sich dem Text und Gesang zugewendet wird, erlischt ein richtig starker Eindruck leider. Großteils ist weder klar, was Sänger Max Richard Leßmann mit seinen Lyrics aussagen möchte, noch kann sein heiser klingender Gesang den Melodien der Gitarre ein ebenbürtiges Gegengewicht bieten.

Über die Texte lässt sich noch ganz gut hinwegsehen, da sie bei aller Ungenauigkeit jede Menge Freiraum zur Interpretation lassen. Doch leider kann gegen den Gesang nicht viel ausgerichtet werden. Selbst wenn die Worte zu den Klängen passen, wirkt die Stimme Leßmanns stets wie ein Fremdkörper. Nie verschmelzen die Worte mit der Musik und stattdessen klingt es, als müssten diese Elemente gegeneinander anspielen. Dass das vermeintliche Augenmerk auf das Thema Krieg ebenfalls nur als Rahmen angekratzt wird, ist bei dieser Schwäche nur der Gipfel.

Das Verbrechen an „Krieg & Krieg“ ist, dass die tanzbaren und teilweise wirklich überragenden Melodien derart zurückgehalten werden. Die Zeilen wollen einfach nicht mitgesungen werden und verdecken die famos eingängigen Momente der Scheibe. Das ist wirklich blöd gelaufen, wenn man bedenkt, dass die Band mal eben eine ihrer größten Schwächen des Vorgängeralbums wettgemacht hat. Leider zeigt sich dabei aber auch, dass es bei Vierkanttretlager nicht nur im Detail, sondern im Gesamtpaket noch so einige Optimierungsvorschläge gibt.

Anspieltipps:

  • Lass Uns Den Verstand Verlieren
  • Der Letzte Satz Der Welt
  • 34 Narben
Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
Diskutiere über „Vierkanttretlager“
comments powered by Disqus