PAL - Since - Cover
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PAL Since


  • Label: Paltunes/Record Union
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
2.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Verträumter Elektro-Pop mit Flow, aber ohne Spannungsbogen.

PAL war zunächst das Soloprojekt von Albin Johansson. 2008 studierte er Jazzpiano, was er als langweilig empfand und so gönnte er sich eine Auszeit, um seine eigenen musikalischen Vorstellungen zu verwirklichen. In seinem Studentenzimmer experimentierte er mit Synthesizer, Gitarre und Drum Machine. Als erste Songs entstanden, präsentierte er diese auf Myspace und schließlich veröffentlichte er seine erste EP. Bald folgten ein erster Auftritt und eine erste Tour. Im Jahr 2011 erschien das Debütalbum „Weeks“. Mit Solander und Big Fox eroberte er 2011 und 2012 die deutschen Konzertbühnen. Zudem machte PAL einen Remix von Alice Bomans Song „Waiting“, der in der UK-Serie „Glue“ eingesetzt wurde.

Inzwischen hat sich PAL zur Band weiterentwickelt. Neben Johansson agieren Cristoffer Csanady am Bass und Adam Hjertström am Schlagezug. Der Nachfolger von „Weeks“ wurde simpel „Since“ getauft und im Studio Möllan in Malmö aufgenommen. Das Album startet mit dem Titelsong, der einen mit einer simplen Gitarrenfigur, polyrhythmischen Trommeln, ausschweifenden Synthies und sanfter Singstimme in melancholische Trance versetzt.

Ein Zustand, der nahezu über die ganze Strecke anhält. Die Songs entstehen aus minimalen Rhythmen oder Melodien, scheinen mit Minimal Music verwandt, mit The Sea And Cake sowie Michael Rothers Soloalben. Zudem sind manche Titel von einigen Jazz- und Samba-Vibes durchdrungen, die Richtung Marcos Valle weisen. In „Morning Sun“ bauen sie E-Gitarren-Riffs wie wir sie von den Young Marble Giants kennen mit ein. Zwischen diesen Koordinaten finden PAL ihre ganz eigene Ausdrucksweise, erschaffen ein Klangbild, das aus der Monotonie heraus Melodie und Instrumentalpassagen findet, über die sich dann Albin Johanssons wehmütig-melancholische Stimme legt.

PAL spielen verträumten Elektro-Pop, der viele andere Stile miteinbezieht, wobei die Titel ein rundes, organisches Bild abliefern. Einen wirklichen Spannungsbogen hat das Album nicht, so dass sich nach etwa der Hälfte etwas Langeweile breitmacht. Einen Flow dagegen hat es. Falls es so etwas wie anspruchsvolles Relaxen, Träumen und Entspannen gibt, erfüllt „Since“ seinen Zweck allemal.

Anspieltipps:

  • Since
  • The Sea
  • Know You
  • Morning Sun

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