Lenka - The Bright Side - Cover
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Lenka The Bright Side


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Herzlich willkommen in Lenkas musikalischem Streichelzoo!

Das nur schwer erträgliche „Toll, ich bin eine junge Mutter“-Album „Shadows“ (06/2013) liegt zum Glück hinter uns. Zu seicht und auf Teufel komm raus auf Friede, Freude, Eierkuchen gepolt war es, dass es sogar für die Verhältnisse der selbsternannten Stimmungsverbesserin aus Australien too much war. Doch schon der Titel des neuen Lenka-Werks „The Bright Side“ kündigt an, dass ein glückliches Leben und eine optimistische Einstellung für sie unabdingbar sind. Und damit herzlich willkommen im musikalischen Streichelzoo der Sängerin und Songschreiberin!

Schon der Opener „The long way home“ erinnert mit seiner Kinderliedmelodie an den Hit „The show“ aus dem Jahr 2009, mit dem Lenka bekannt wurde. Entwaffnend gute Laune trifft hier auf eine Instrumentierung aus Glockenspiel, Banjo, Bläsern und einem Spielzeugklavier. Typisch Lenka eben. Etwas düsterer und damit ein guter Kontrast zu den übrigen Songs, sind das mit leichten New-Wave-Einflüssen, Synthies und dicken Beats ausgestattete, aber nicht minder eingängige „Blue skies“ sowie die elektronischen Titel „Go deeper“ und „Hearts brighter“, womit „The Bright Side“ exakt die Art von Abwechslung erhält, die „Shadows“ gefehlt hat. Ein Werk, das die Australierin im Nachhinein als „ruhiges Schlaflied-Album“ bezeichnet. Wie Recht sie doch damit hat.

„The Bright Side“ ist da zum Glück anders. In der Überzahl sind und bleiben zwar Lenkas ansteckende Singalongs wie „Free“, „Unique“, „My love“ sowie der Titeltrack, an denen sie mit Songschreibern und Produzenten wie Jason Reeves (Colbie Caillat, Demi Lovato), Damian Taylor (Björk, The Killers), Chris Braide (Lana Del Rey, Sia.), Tim Sommers (B.o.B, Eminem) und Dan Romer (Ingrid Michaelson, Jenny Owen Youngs) gearbeitet hat, doch das Endergebnis klingt ausgewogener und harmonischer.

Der Hörer wird von dieser Stimmung eingefangen und mit charmanten Weisheiten wie „I’m happy to be sad, it’s funny when I’m mad. It don’t really make sense but I know that’s not bad. I’m lonely in a crowd and I’m quiet when it’s loud. No I don’t know what I want, but I’ll figure it out” eingedeckt. So braucht es nur kurze Zeit, um von Lenkas Leidenschaft für gnadenlos fröhliche Lieder angesteckt zu werden, die im positiven Sinne angenehm harmlos sind und wie ein Vorbote des Sommers klingen.

Anspieltipps:

  • Unique
  • Blue skies
  • Go deeper
  • Hearts brighter
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