Doldrums - The Air Conditioned Nightmare - Cover
Große Ansicht

Doldrums The Air Conditioned Nightmare


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Album der kandischen Band um Mastermind Airick Woodhead. Aber sage bloß keiner, dass der Name hier Programm sei.

Die Band Doldrums um den 25-jährigen Eric „Airick“ Woodhead (DJ, Produzent und Band-Leader) aus dem kanadischen Montreal, legt zwei Jahre nach ihrem Debüt „Lesser Evil“ mit „The Air Conditioned Nightmare“ ihren Zweitling via Sub Pop vor. Der Albumtitel wurde von einem 70 Jahre alten Buch des US-amerikanischen Schriftstellers Henry Miller entliehen und passt sehr gut zu dem, was dem Hörer auf dem Werk präsentiert wird. Denn Doldrums verkörpern nicht den klassischen Sub-Pop-Act, der im Alternative Rock zuhause ist. Woodhead und Co. servieren vielmehr eine nicht sonderlich zugängliche Electro-Psych-Punk-Metamorphose, als träfen Radiohead („Blow away“) und The Prodigy („My friend Simjen“) zusammen – nur eben ohne Gitarren.

Dafür singt Airick Woodhead in verhuschter, entfernt an Neil Tennant (Pet Shop Boys) Thom Yorke (Radiohead) erinnernder androgyner Manier seine kryptischen Textgebilde zu ebenso kryptischen Klanglandschaften, die sich schwebend im Raum bewegen, ohne dabei um Eingängigkeit bemüht zu sein. Trotzdem ist „The Air Conditioned Nightmare“ kein Album, das seine Hörer mit verstörenden Experimenten vor den Kopf stößt, auch wenn Woodhead mit den zehn Songs einen kühlen und düsteren Großstadt-Sound zelebriert.

Für „The Air Conditioned Nightmare“ muss der Hörer Lust auf Geräusche und nicht linear verlaufende Songs mitbringen, die immer dann am meisten Spaß machen, wenn Doldrums das Schwein fliegen lassen („Hotfoot“) oder besonders tief in das Kreieren von sphärischen Sound-Teppichen abtauchen („Funeral for lightning“). Dann werden sogar Erinnerungen an längst vergangene Krautrock-Tage geweckt. Von diesem Kult-Status sind Doldrums aber noch gehörig weit entfernt, denn eine nachhaltige Wirkung, geschweige denn, dass irgendwelche Songs hängenbleiben, kann „The Air Conditioned Nightmare“ nicht leisten.

Anspieltipps:

  • iDeath
  • Hotfoot
  • My friend Simjen
  • Funeral for lightning

Neue Kritiken im Genre „Electro-Rock“
5/10

Spectra
  • 2017    
7/10

Live... Auf Rauen Pfaden
  • 2016    
6/10

Juggernaut
  • 2016    
Diskutiere über „Doldrums“
comments powered by Disqus