Icky Blossoms - Mask - Cover
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Icky Blossoms Mask


  • Label: Saddle Creek/CARGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
7.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mehr Schatten als Licht. Synthie-Rock und Electro-Pop stampfen allzu monoton und vergessen dabei Groove & Melodie.

Das geht gleich gut los mit „In Folds”. Groove, Rhythmus und Melodie bilden eine Einheit, es ist ein Song wie aus einem Guss. Die weibliche findet eine männliche Stimme und die Synthesizer die E-Gitarre. Organischer Dream- und Electro-Pop, das passt! Leider macht das nachfolgende „Phantasmagoria“ genau das Gegenteil und setzt zu sehr auf den maschinellen Beat. Kein Groove, keine Melodie, nur Gestampfe. Schade, aber wahr.

Icky Blossoms sind beim schwierigen zweiten Album angekommen. Nach ihrem selbstbetitelten Debüt „Icky Blossoms“ aus 2013, das ebenso tanzbar wie mit funky Rock-Grooves daherkam, versuchen sich Sarah Boling (Gesang, Synthesizer), Nik Fackler (Lead Gitarre, Gesang) und Derek Pressnall (Gitarre, Gesang) zum zweiten Mal mit einem Langspieler. Dabei ist das Bemühen um eine Weiterentwicklung mit beinahe jeder Tonfolge wahrzunehmen.

Nach dem großartigen Auftakt verschleiern sie ihre Kunst hinter, nun ja, unnötigen Gimmicks und Experimenten. Die hübsche Melodie von „Away From You“ wird mit zuckenden Beats verhunzt und auch das eigentlich zuckersüße „Want You So Bad“ kann nicht in Gänze überzeugen, wird mit allzu dramatischen Soundscapes, schlierig-dicken Synthie-Schwaden und einem eher gewollt wirkenden Tempowechsel ausstaffiert. „The Spiral“ wirkt richtungs- und ziellos, scheint im eigenen Hall zu verschwinden, während monotone, schnelle Beats zu retten versuchen, was nicht zu retten ist.

„Wait“ lotet dagegen die Synthie-Rock/Electro-Pop-Schnittstelle aus und hätte so auch auf ihrem Debüt einen würdigen Platz gefunden. „Silver Tongue“ ist überdreht, überhöht und allzu monoton vor sich her stampfend. Auch „Terror Nothing“ wirkt gewollt, ausgedacht und überdreht. Leider sind Icky Blossoms Groove & Melodie des Debüts verloren gegangen. Überambitioniert klingt „Mask“ und hätte so schön werden können, denn der Auftakt „In Folds“ ist richtig hitverdächtig. Auch „Wait“ hält das Fähnlein hoch, das leider sehr schnell zu- und weggedröhnt wird.

Anspieltipps:

  • In Folds
  • Wait

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