Elle King - Love Stuff - Cover
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Elle King Love Stuff


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein halbes Dutzend Produzenten verdirbt NICHT den Brei. Dieses Debütalbum überzeugt auf ganzer Linie.

Im Sommer des Jahres 2012 veröffentlichte Tanner Elle Schneider alias Elle King (25) ihre vier Tracks umfassende „The Elle King“-Debüt-EP. Diese verbreitete so viel Wind, dass der darauf enthaltene Song „Playing for keeps“ als Trailer für die TV-Serie „Mad Men“ verwendet wurde und die junge Sängerin als Opener u.a. für Train, Of Monsters And Men, Michael Kiwanuka, Dry The River sowie Ed Sheeran mit auf Tournee gehen durfte. Schon damals arbeitete Elle King mit Andy Baldwin (Richard Ashcroft, Björk, David Gilmour) und Chris DeStefano (Kelly Clarkson, Carrie Underwood, Gavin DeGraw) mit zwei unterschiedlichen Produzenten an ihren Songs. Doch für Elle Kings Longplay-Debüt „Love Stuff“ hat ihre Plattenfirma RCA Records so richtig in die Trickkiste und ins Portemonnaie gegriffen.

Mit Jeff Bhasker (Kanye West, Fun., Alicia Keys), Jacknife Lee (Robbie Williams, Snow Patrol, R.E.M.), Eg White (Sam Smith, Adele, James Morrison), John Hill (Florence + The Machine, Birdy, Eminem), Dave Bassett (Halestorm, Lisa Loeb, Josh Groban) und Martin Johnson (Taylor Swift, Daughtry, Avril Lavigne) wurden gleich sechs namhafte Produzenten an die Regler gesetzt, um aus dem Debüt der 25-Jährigen vielleicht mal wieder einen Überraschungshit zu zaubern. Und wer weiß? Mit einem bisschen Glück könnte dies durchaus klappen, denn Elle King wird nicht als neues Popsternchen von der Stange im Markt platziert.

Mit einer markanten Stimme, die sowohl mädchenhaft lieblich („Make you smile“), als auch griffig und rau im Stile einer Janis Joplin klingen kann („American sweetheart”, „Ain’t gonna drown“), erinnert Elle King am ehesten an eine amerikanische Ausgabe von Adele. Dazu passt, dass sie scheinbar nicht als Backup zu Popstars wie Katy Perry, Miley Cyrus, Kelly Clarkson und Co. aufgebaut wird. Die Songs auf „Love Stuff“ stellen nämlich keine klassische, Radio-affine Popmusik dar, sondern sind mit Einflüssen aus Folk, Country, Rock und Blues ausgestatteter Retro-Pop, der nach einiger Anlaufzeit gut ins Ohr geht.

Egal ob Bluesrock („Where the devil don’t go“, „Last damn night”), Folk („Song of sorrow“, „Kocaine Karolina”), Country-Pop („American sweetheart”) oder Neo-Soul („Under the influence”) – Elle King liefert mit „Love Stuff” ein überraschend starkes Debüt ab, das endlich mal wieder die Konventionen der Popmusik ein wenig sprengt und damit Spaß und Spannung versprüht.

Anspieltipps:

  • Song of sorrow
  • Make you smile
  • Kocaine Karolina
  • Ain’t gonna drown
  • Where the devil don’t go
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