Benne - Nie Mehr Wie Immer - Cover
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Benne Nie Mehr Wie Immer


  • Label: Ferryhouse/WEA
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Debütalbum des Mittzwanzigers aus Baden-Württemberg.

Benedikt „Benne“ Ruchay (25) aus Oedheim bei Heilbronn, jetzt wohnhaft in Berlin, erweitert die deutsche Liedermacher-Szene um eine neue Stimme. Er tritt mit seinem Debütalbum „Nie mehr wie immer“ gegen eine Generation junger deutscher Popmusiker an, die bereits vorgemacht hat, dass sich auch mit Songwriter-Pop ein größeres Publikum begeistern lässt. Angefangen bei den schon länger etablierten Clueso, Johannes Strate, Axel Bosse, Gregor Meyle und Johannes Oerding, über Namen wie Michael Schulte und Tiemo Hauer bis hin zu den Shootingstars Tim Bendzko und Andreas Bourani, hat sich die Genre-Schublade Stück für Stück erweitert. Und es ist noch immer genügend Platz in ihr.

Über zwei Jahre hat Benne zusammen mit dem Musiker und Produzenten Sebastian Kirchner (Howard Carpendale, Ich+Ich, Cassandra Steen, Adel Tawil, Glasperlenspiel, Doreen, Annett Louisan) in Berlin an seinen Songs gefeilt, die genau auf der Schwelle zwischen Radio-Pop und feinsinniger Liedermacher-Kunst wandeln. Dazu nehmen die Texte eine besondere Stellung ein. Sie transportieren die Gefühle und die Geschichten, die von den Melodien aufgenommen werden. Dabei erzählt Benne aus einem sehr persönlichen Blickwinkel von Vergangenem und der Zukunft. Auf diese Weise stellt sich über weite Strecken eine sehr melancholische Grundstimmung ein, die zumeist in atmosphärisch-sanfte Liebesballaden wie „Nicht wie du“ oder auch „Lass mich los“ mündet.

Nur selten zieht Benne mal das Tempo an und lässt reinrassigem Pop den Vortritt vor dem Schwermut des Singer/Songwriters. Dann stellen sich auch auf einem Album wie „Nie mehr wie immer“ die Bourani- („Verdammt nah dran“) und Bendzko-Momente ein („Es geht“), die insgesamt aber zu selten vorkommen. Dadurch ertrinkt das Debüt des Baden-Württembergers ein wenig in Melancholie. Doch die tolle, sehr warm klingende Produktion und die angenehm unaufdringliche Instrumentierung machen dies wieder wett, sodass „Nie mehr wie immer“ insgesamt ein erfreulicher erster Wurf des Damien-Rice-Fans geworden ist.

Anspieltipps:

  • So leicht
  • Nicht wie du
  • Lass mich los
  • Schmetterling
  • Ich geb‘ dir meine Angst
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