Bad Company - Bad Company (Deluxe Edition) - Cover
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Bad Company Bad Company (Deluxe Edition)


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 97 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

BC-Album Nummer eins als remasterte Deluxe-Edition.

Paul Rodgers (65) und Simon Kirke (65) gründeten im Jahr 1973 zusammen mit Raymond „Boz“ Burrell (Ex-King Crimson) und Mick Ralphs (71, Ex-Mott The Hoople) die Band Bad Company. Rodgers und Kirke spielten vorher gemeinsam bei der im Jahr 1968 gegründeten Band Free, die sich nach sechs Alben in fünf Jahren auflöste. Damit war der Weg frei für eine Supergruppe (also die Vereinigung von bereits erfolgreichen Musikern zu einem gemeinsamen Projekt), die von Led-Zeppelin-Manager Peter Grant betreut und auf dem neugegründeten Band-Label Swan Songs untergebracht war.

Ihr selbstbetiteltes Debütalbum nahmen Bad Company in Headley Grange auf. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Armen- bzw. Arbeitshaus im englischen East Hampshire, das zum Beispiel von Acts wie Fleetwood Mac, Genesis, Peter Frampton, Ian Dury oder auch Led Zeppelin als Proberaum genutzt wurde. Aufgezeichnet wurde über Ronnie Lane‘s berühmtes Mobile Studio (LMS), das in einem großen Wohnwagen untergebracht war und im Laufe der Jahre u.a. von Eric Clapton, The Who, Rory Gallagher, Led Zeppelin, Eric Burdon oder auch Rick Wakeman genutzt wurde.

Als „Bad Company“ im Juni 1974 erschien und wenig später mit der Single „Can’t get enough“ beworben wurde, lief es für das Quartett aus Westminster, London, von Beginn an sehr gut. Im Fahrwasser einer neuen (Hard-)rock-Ära war der bluesgetränkte Rock der Engländer zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle. In den wichtigsten Charts in England und den USA platzierte sich das Album in den Top 3, hielt sich für lange Zeit in den Hitlisten und avancierte zu einem der bestverkauften Rockalben der 70er Jahre.

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Nun wurde das Werk, wie auch sein Nachfolger „Straight Shooter“ (04/1975) einem erneuten digitalen Remastering von den wiederentdeckten Originalbändern unterzogen und für die Jetztzeit flottgemacht. Dazu wurden die Originalaufnahmen von dem britischen Produzenten Jon Astley (u.a. The Who, ABBA, Tori Amos, Toto, The Rolling Stones, Peter Gabriel, Van Morrison, Judas Priest, Sting) behutsam entstaubt und um ebenfalls wiederentdeckte Raritäten ergänzt. Diese wurden auf einem zweiten Silberling untergebracht und spiegeln den Entstehungsprozess der Songs in ausführlicher Form wider. So gibt es allein den Singlehit „Can’t get enough“ in drei weiteren Versionen zu hören.

Insgesamt kommt die Bonus-CD auf ein Dutzend Tracks, von denen allein acht bis dato unveröffentlicht sind. Es gibt Demo- und Lang-Versionen bekannter Stücke, aber auch Entdeckungen wie „Superstar woman“, das erst zehn Jahre später auf einem Soloalbum von Paul Rodgers offiziell erschien. So lässt sich kurz und knackig durch die Geschichte von „Bad Company“ navigieren, die nur zehn Monate später mit „Straight Shooter“ ihre Fortsetzung bekam.

Anspieltipps:

  • Rock steady
  • Bad company
  • Ready for love
  • Can’t get enough
  • Little miss fortune
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