White Hills - Walks For Motorists - Cover
Große Ansicht

White Hills Walks For Motorists


  • Label: Thrill Jockey/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das New Yorker Psychedelic-Art-Rock-Duo lässt jetzt auch mal die Gitarren weg.

Das aus New York City stammende Psychedelic-Art-Rock-Duo White Hills, bestehend aus Ego Sensation (Bass, Gesang) und Dave W. (Gitarre, Gesang), fügt seinem schier undurchdringlichen Katalog aus Longplayern, EPs und Compilations in gerade einmal zehn Karrierejahren mit „Walk For Motorists“ den nächsten ausufernden Noise-Happen hinzu. Aufgenommen im malerisch gelegenen Bryn Derwen Recording Studio in Bethesda, Wales, in der Nähe des angrenzenden Snowdonia-Nationalparks, zusammen mit dem Waliser Toningenieur und Produzenten David Wrench (Caribou, FKA Twigs, Skinny Lister, James Yorkston), stellt „Walk For Motorists“ den Hörer wie gewohnt auf die Probe.

„Walk For Motorists“ ist das erste White-Hills-Album, das außerhalb von New York aufgenommen wurde, was durchaus Vorteile hatte. Denn das Duo konnte das Studio rund um die Uhr für sich alleine nutzen und zu jeder erdenklichen Zeit an seinen Ideen feilen. Im teuren Schmelztiegel an der amerikanischen Ostküste wäre dies wohl kaum möglich für eine Indie-Band, die mit ihrer Musik abseits der Charts operiert. So nutzten Ego Sensation und Dave W. die Gelegenheit, den Sound-Kosmos der White Hills etwas aufzubohren, indem zum Beispiel in einigen Songs völlig auf E-Gitarren verzichtet („I, nomad“) und dafür mehr elektronische und Keyboard-Klänge integriert wurden („Automated city“).

Damit klingen White Hills sogar noch progressiver als in der Vergangenheit („£SD or USB“) und mitunter wie eine moderne Ausgabe von The Velvet Underground („Life is upon you“), ohne dass die beiden New Yorker ihren typischen Psych-Fuzz-Rock völlig vernachlässigen würden („No will“, „We are what you are“). Für Noise-Fetischisten ist „Walk For Motorists“ deshalb vielleicht schon eine Spur zu gemäßigt und nicht laut genug. Eine gewöhnliche Band zum zwischendurch mal Reinhören sind White Hills deshalb aber noch lange nicht. Dazu ist das Duo nach wie vor zu speziell unterwegs.

Anspieltipps:

  • No will
  • Lead the way
  • Life is upon you
  • We are what you are
Neue Kritiken im Genre „Art-Rock“
Diskutiere über „White Hills“
comments powered by Disqus