Birdy Hunt - Shoplift - Cover
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Birdy Hunt Shoplift


  • Label: Deaf Rock Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Genau wie der Bandname wirkt die Musik Birdy Hunts eher niedlich denn bezaubernd.

„Snoopy“, „Over You“ und „Maria“ sind allesamt diese Art von Track, die problemlos dem Hintergrund ein gewisses Flair verleihen können. Dem auf Kalifornien getrimmten Cover wird der energetische Power-Pop immer auf Anhieb gerecht. Sich selbst stellen die Lieder allerdings nie in den Mittelpunkt und ordnen sich dem synthetisch aufmunternden Klang unter. Wirkliche Unterschiede lassen sich zwischen den wenigsten Liedern ausmachen. Das heißt auf der Habenseite, dass „Shoplift“ ein durchgehend beschwingtes Album darstellt, doch die fehlende Abwechslung sowie die ausbleibenden Melodien weit oberhalb des guten Durchschnitts sorgen schnell für Sättigung.

Es handelt sich gewissermaßen um Jammern auf einem bestimmten Niveau. Schwache Songs suchen nämlich auch kritische Ohren vergebens. Natürlich wirkt der eine oder andere Titel wie „Rise“ ein wenig generisch, aber das bügeln die leichten Höhepunkte der Marke „Ocean“ wieder aus. Am Ende wirkt es oftmals so, als entbehre sich das Album jeglicher Spannungskurve. Einige Hörer werden sich an die weniger prickelnden Momente von The Killers erinnert fühlen, wenn diese ihre weniger rockigen Seiten aufzeigten. Aber auch das war nie ein wirklicher Ausfall.

Nur ganz selten fangen Birdy Hunt ihre Energie derart komprimiert ein, dass sie wie in „First“ auch mal mitreißt. Stattdessen drosselt die Band sich oftmals selbst und offenbart sich als braver Lückenfüller für angesagte Pop-Programme (z.B. mit „Right Next To Me“). Das Ergebnis kann romantisch mit einem plätschernden Frühlingsregen verglichen werden, doch wer sich mit Unterhaltungsvokabular auskennt, der weiß, dass plätschern nie etwas wirklich gutes heißt. Richtig Fahrt kann das Album bei aller Eingängigkeit leider nie erreichen und „Shoplift“ wird dementsprechend wahrscheinlich als angenehmer Zwischenton zum eigentlichen Hauptprogramm verkommen. Zu mehr reicht das eigene, brave Programm auch nicht, doch gleichzeitig wünscht man diesem aufmunternd klingenden Ansatz die Chance dazu, zu wachsen.

Anspieltipps:

  • Snoopy
  • Ocean
  • First

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