Foo Fighters - Sonic Highways - Cover
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Foo Fighters Sonic Highways


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 540 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

8 Songs. 8 Studios. 8 Städte. 8 Folgen - und nebenbei das achte Studioalbum der Foo Fighters, die diesmal dokumentarisch unterwegs sind.

„Jede Stadt hat ihren Sound. Jeder Sound hat eine Geschichte“. Basierend auf dieser Idee, hat Foo-Fighters-Mastermind Dave Grohl eine achtteilige Dokumentarreihe für den amerikanischen Pay-TV-Sender HBO konzipiert sowie ein Soundtrack-Album auf den Markt gebracht, die sich jeweils um acht Songs, aufgenommen in acht Studios, in acht unterschiedlichen Städten ranken. Unter dem Titel „Sonic Highways“ treffen Dave Grohl und seine Foo Fighters dabei auf zahlreiche Lokal Heroes wie Joe Walsh, Dolly Parton, Chuck D oder auch Buddy Guy in Städten und Studios quer über die Vereinigten Staaten verstreut.

Im Fernsehen und auf CD wurde „Sonic Highways“ im vergangenen Jahr ausgewertet. Die TV-Reihe startete im Oktober 2014 und arbeitete sich in folgender Reihenfolge durch legendäre Aufnahmestudios in Chicago (Electrical Audio Studios), Washington D.C. (Inner Ear Studio), Nashville (Southern Ground Studio), Austin (KLRU-TV Studio 6A), Los Angeles (Rancho de la Luna Studio), New Orleans (Preservation Hall), Seattle (Robert Lang Studio) und New York City (Magic Shop Studio). Mitte November 2014 wurde das gleichnamige Album auf den Markt gebracht, das sich in den USA bis dato mehr als 430.000 Mal verkauft hat.

Mit einem Budget von 1,7 Millionen Dollar entstanden dabei die Songs „Something from nothing” in Chicago, „The feast and the famine“ in Washington D.C., „Congregation” in Nashville, „What did I do? / God as my witness” in Austin, „Outside” in Los Angeles, „Clear” in New Orleans „Subterranean” in Seattle und „I am a river” in New York City. Daraus setzt sich Dave Grohls extrem umfangreicher (Zitat) „Liebesbrief an die Geschichte der amerikanischen Musik“ zusammen. Und in der Tat ist die „Sonic Highways“-Reihe keine schnöde Selbstbeweihräucherung einer Band, die ihre Fans an der Entstehung eines Albums teilhaben lässt, sondern eine mit viel Herzblut aufbereitete Dokumentation, die auf vier DVDs mit neun Stunden Spielzeit sehr stark in die Tiefe der US-Musikgeschichte eintaucht.

So sieht der geneigte Konsument nicht einfach nur die Foo Fighters zusammen mit Produzent Butch Vig in den verschiedenen Studios an ihren Songs werkeln, sondern er erhält Einblicke in das jeweilige Umfeld, sprich wie sich die jeweilige Region auf die Musik und die Kultur auswirkt. Dazu werden haufenweise Interviews geführt und nicht mit Einspielern und Landschaftsaufnahmen gespart. Bei einer Laufzeit von 60 Minuten pro Folge, die im Original mit deutschen Untertiteln vorliegen (Widescreen-Bild, Dolby Digital 5.1 Surround Sound), braucht der Geschichtsinteressierte sowohl viel Zeit als auch ausgeprägtes Sitzfleisch.

Die Folge: Der Zuseher muss noch nicht einmal Fan der Foo Fighters sein, um „Sonic Highways“ auf sich wirken zu lassen. Denn Dave Grohl ist ein positiv verrückter Musik-Nerd, der seine Leidenschaft in „Sonic Highways“ komplett auslebt und in Form einer Dokumentation für jeden Musikfan zugänglich macht. Und zwar stilübergreifend! Dabei wird selbst das Kapitel Nirvana noch einmal etwas tiefer beleuchtet. Aber dies ist nur ein klitzekleiner Bruchteil einer Doku, die auf den Zuseher wirkt, als wäre ein Rudel Kids ohne Aufsicht auf dem Kletterspielplatz unterwegs, um sein bis dato größtes Abenteuer zu erleben.

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