Tarja - Luna Park Ride - Cover
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Tarja Luna Park Ride


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 139 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Einmal Tarja mit allem, bitte... nochmal.

Du bekommst noch ein Lied! Und du bekommst noch ein Lied! Und für dich haben wir auch noch ein Lied! Tarja goes Oprah Winfrey und lässt kein Auge trocken. Zumindest erscheint das auf den ersten Blick so. „Luna Park Ride“ ist ein berstendes Doppel-Album mit über zwei Stunden Material der von vielen vergötterten Sängerin. Allerdings handelt es sich beim Hauptprogramm lediglich um die breite Veröffentlichung des Großteils von „Act I“ (2012). Dieser ist immer noch gut, aber eben auch überfällig. Warum mit dem Konzertmitschnitt solange gegeizt wurde, ist gerade für die Außendarstellung schwer nachvollziehbar. Schließlich ist der Auftritt in Buenos Aires für viele zusammen mit der vorangehenden Scheibe „What Lies Beneath“ (2010) der Durchbruch der Sängerin als Solo-Act.

Jetzt dürfen auch Normalsterbliche in den Genuss eines sehr gelungenen Konzerts kommen, das besonders eines deutlich macht: Tarja gibt ihren Fans genau das was sie wollen. Allein die Stimmung im Stadium Luna Park ist Grund genug für eine Live-Platte. Die treuen Anhänger bleiben mit ihren Liebesbekundungen teils mehr in Erinnerung als Tarja mit ihrer Musik. Für ihr Genre und ihre Ansprüche ist aber auch die Musik keineswegs zu verachten, auch wenn es zwischen den Bombasten teils kaum Luft zum Atmen gibt.

Ein bisschen grantig darf man als Außenstehender trotzdem sein, dass ein inzwischen mehrere Jahre altes Album garniert wird. Zumindest wurde sich die Mühe gemacht, weiteres Material aus den letzten Jahren hinzuzufügen. Auftritte bei Wacken, Summer Breeze und Co. stehen auf dem Programm, wobei einige Tracks Dopplungen darstellen. Das mag auf DVD noch einen Minimalanreiz darstellen, ist aber besonders auf Platte ziemlich enttäuschend. Die Unterschiede sind zu minimal, als dass „I Walk Alone“ und Konsorten ein zweites Mal hätten auf diese Sammlung gepackt werden müssen. Zumindest quantitativ werden Hörer erschlagen und der „Act I“ ist und bleibt eine für sich und in sich geschlossen gute Sache. Der Begriff Cashcow muss trotzdem in den Raum geworfen werden und sorgt dafür, dass der „Luna Park Ride“ nur eine ganz gute Ergänzung für weniger verrückte Fans darstellt. Der Rest kennt die Aufnahmen sehr wahrscheinlich schon seit Jahren.

Anspieltipps:

  • I Walk Alone
  • Dark Star
  • Wishmaster

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