Carpark North - Phoenix - Cover
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Carpark North Phoenix


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine ganz nette und nicht unmodern klingende Platte, die ohne große Schwächen, aber auch ohne große Highlights in der Welle der wöchentlichen Veröffentlichungen mitschwimmt.

Der aktuelle Longplayer der dänischen Electro-Rocker Carpark North, „Phoenix”, hat fast schon 1½ Jahre auf dem Buckel. In Dänemark erschien das Werk nämlich schon im Januar 2014 und erreichte, wie für Lau Højen (Gesang, Gitarre), Søren Balsner (Bass, Synthesizer) und Morten Thorhauge (Drums) üblich, die Top 10 der heimischen Album-Charts. Obwohl das Thema „Phoenix“ damit schon längst abgehakt sein dürfte (die interessierten internationalen Fans werden sich das Album gewiss als Import besorgt haben), wird es in Deutschland jetzt dennoch nachträglich offiziell ins Rennen geschickt, wozu sich das Label von Carpark North eines kleinen Marketing-Tricks bedient.

Die dänische Top-5-Singleauskopplung „32“ (veröffentlicht im September 2013) stellte ursprünglich ein Duett mit der Sängerin Stine Bramsen von der Band Alphabeat dar. Da Alphabeat in Deutschland im Prinzip auch nicht hinreichender bekannt sind als ihre Kollegen von Carpark North, wurde das Duett noch einmal neu eingespielt. Diesmal mit Sandra Nasic, der Frontfrau der Guano Apes. Das könnte unter Umständen für einen kleinen Schub in der öffentlichen Wahrnehmung sorgen. Denn dass sich Carpark North außerhalb Dänemarks kommerziell schwertun, ist ja kein Geheimnis.

Doch ob ein Song, der nur schwer im Ohr hängenbleibt, dazu ausreichen kann? Es darf bezweifelt werden. Dabei wandeln Carpark North mit ihren neuen melodischen Electro-Rock-Stücken durchaus dicht auf den Fersen von Linkin Park, die hierzulande einen festen Platz in der Radiolandschaft innehaben. Doch im Vergleich agieren die Dänen zu harmlos („Home of heartache“) und verspielt („Just like me“), obwohl sie grundsätzlich dazu neigen, nur die ganz großen Gesten der Popmusik zu benutzen („This is goodbye“), indem sie HipHop-Beats, Rap-Parts und hymnische Melodien zusammenmischen („You’re my fire”) oder auf tanzbaren Electro-Rock setzen („Burn it“).

Unterm Strich ergibt dies eine ganz nette und nicht unmodern klingende Platte, die ohne große Schwächen, aber auch ohne große Highlights in der Welle der wöchentlichen Veröffentlichungen mitschwimmt, ohne besonders aufzufallen.

Anspieltipps:

  • 32
  • Renegade
  • You’re my fire
  • We hold the stars
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