Brothers In Arms - Warlord - Cover
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Brothers In Arms Warlord


  • Label: Swell Creek Records
  • Laufzeit: 31 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Inspirierter, abwechslungsreicher New York Hardcore, welcher sehr an seiner viel zu kurzen Spielzeit leidet.

Nachdem die Hamburger Brothers In Arms 2012 ihr Debüt „Invictus“ veröffentlichten, war schnell klar, dass die vier Musiker weit mehr als die typische Haudrauf-Kapelle sein wollen. Und Qualität setzt sich ab und an sogar durch: Die Kritiker freuten sich, die fortan wachsende Fanschar freute sich offenbar auch und schnell waren die Brothers In Arms der neue heiße Scheiß für Kenner und Liebhaber von Oldschool-Keilereien. Seiner Linie bleibt das Quartett mit dem Zweitwerk treu: Hardcore, der nicht nur aus New York und den 90er-Jahren zu kommen scheint, sondern auch das Halten ihres Niveaus und viele Bonbons in Form von Features haben die Hamburger am Start und liefern so ein gelungenes zweites Album.

Zwölf Fressenklopper, zwölf Nackenbrecher hat „Warlord“ im Schlepptau. Dabei geht es von Anfang bis zum Ende zünftig zu - 31 Minuten lang. Wohohoho, 31 verdammte Minuten. Klar, ein Album dieses Schlages braucht nicht mehr und streng genommen ist das die klassische Spielzeit, aber hier kratzen die Brothers In Arms dann doch eher an der Grenze zur 20er-Sektion. Dementsprechend schnörkellos, wenn auch nicht komplett, präsentieren die Jungs ihre Kompositionen. Ohne viel Trara wollen sie direkt zum Punkt kommen. Pfeilschnelle Bombardements („On My Own“, „Betrayal“, „Merciless“, „Demons“, „Helpless“ mit Andrew Neufeld von Comeback Kid) finden sich dabei auf „Warlord“ genauso wie Stampfer („Never Surrender“, „Domestiv Violence“, „Grim“ mit Bryan Harris von Death Before Dishonor) - letztere beherrschen die Brothers In Arms besonders. Dass die Band viel Spaß hat, merkt man und auch, denn in abwechslungsreichen Songs spiegelt sich das wider. Nicht selten bewegen sie sich in die Thrash-Metal-Ecke und stellen Songwriting über Härte. Generell darf es auch mal gerne grooven.

Von der glasklaren Produktion von Project Mayhem (Eike Freese von Dark Age und Alexander Dietz von Heaven Shall Burn) profitieren die Nummern ganz gehörig und zu keiner Zeit versinkt „Warlord“ in einem Sound-Sumpf. So manche Bands dürfen sich da eine fette Scheibe abschneiden. Insgesamt liefern Brothers In Arms eine durch und durch runde Sache ab, welche Fans ihrer Debütscheibe sicherlich überzeugen wird. Besonders positiv darf den Musikern dabei angerechnet werden, dass sie ihren zwölf Songs trotz durchgängiger Härte stets einen Wiedererkennungswert geben. Deshalb ist „Warlord“ ein harter Brocken mit Köpfchen, der den Hörer voll in die Nüsse tritt und einzig und alleine an seiner viel zu kurzen Spielzeit leidet. Insgesamt bestätigt sich wieder das, was schon bei „Invictus“ schnell klar wurde: Diese Band hat Potential!

Anspieltipps:

  • Never Surrender
  • Warlord
  • Betrayal
  • Grim

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